Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Bauprojekt Hafenstraße: Mal ist der Rost erwünscht, mal nicht

Neue Hafenstraße: Rostflecken bereiten Probleme.
Neue Hafenstraße: Rostflecken bereiten Probleme.

Es ist eine Baumaßnahme, die ein großer Wurf sein soll: Zur Neugestaltung der Hafenstraße als künftiger Zugang am Bürgerpark des Wohnviertels „Am Fluss“ kommen Verbesserungen an der Franz-Kirrmeier-Straße und deren Kreuzung mit der Straße Am Heringsee. Es gibt aber auch Probleme.

Schon im Vorfeld war das Hafenstraßen-Projekt, dessen Kosten die Stadt mit rund zwei Millionen Euro bezifferte, nicht unumstritten. In politischen Gremien wurde die geplante Optik kritisch hinterfragt. Dazu gehörte die Beschichtung, die dem Verkehrsweg eine besondere Farbe verleihen sollte. Jetzt ist die aber nicht so geworden, wie gewünscht. Die Stadtverwaltung hat auf Anfrage die schon im August gemeldeten Mängel konkretisiert: „Das für die Beschichtung verwendete Material enthielt Metallspäne, die nun zu Rostflecken geführt haben.“ Die Bauabnahme stand zuletzt noch aus, die Verwaltung verhandelt aktuell mit der zuständigen Firma über die Mangelbeseitigung.

Durchaus erwünscht sind Rostflecken hingegen an einem Detail ein paar Meter weiter. An der Ecke Hafenstraße/Franz-Kirrmeier-Straße ist neben der Fahrbahn ein Pflanzbeet entstanden, dessen metallische Einfassung diese Optik aufweist. Bei dieser Anlage vermutet RHEINPFALZ-Leser Gerhard Höhl ein anderes Problem: „Die Einfassung wurde direkt bis an den Fahrbahnrand gesetzt. Da zuvor eine Verkehrsinsel die Fahrbahn verengt, besteht vor allem für Lastkraftwagen eine hohe Unfallgefahr, sich einen Reifenschaden zu holen.“ Die neue Anlage habe Kanten, die für Reifen zum Problem werden könnten.

Stadt: Platz sollte ausreichen

Die Stadtverwaltung sieht dies auf Anfrage anders: Die Fahrbahnbreite im betreffenden Bereich betrage 3,75 Meter. Ein Lastwagen habe normalerweise eine Breite von 2,55 Meter. „Der Platzbedarf sollte bei entsprechender Fahrweise also mehr als ausreichend sein“, antwortet Florian Benner von der Tiefbauabteilung im Rathaus. Das Beet beginne außerdem erst ein Stück hinter dem Bordstein. Bisher habe es an der Stelle keine Probleme gegeben. Auszuschließen seien diese bei Unachtsamkeit oder bei überhöhter Geschwindigkeit nicht, gesteht der Ingenieur ein. Dabei sei diese Stelle allerdings kein Einzelfall: „Auslaufzonen wie an einer Rennstrecke oder absolute Sicherheit gibt es nicht.“

Das steht noch aus

Das im Oktober 2020 begonnene Gesamtprojekt geht laut Stadt seinem Ende entgegen. Im Frühjahr war Ende September als Termin anvisiert worden, was aber nicht ganz zu halten sein wird. Momentan finden Arbeiten in der Straße Am Heringsee statt. Die Stadtwerke erneuerten dort Leitungen, eine Bushaltestelle werde barrierefrei, so Benner. Wenn dies in drei bis vier Wochen fertig sei, folge eine Vollsperrung bis zur Nonnenbachstraße. „Hier muss die Fahrbahndecke erneuert werden, was circa ein bis zwei Wochen dauert.“ Danach kämen im Bereich zwischen Am Heringsee und Ziegelofenweg die Fahrbahn und der Teile des Radwegs an die Reihe – ebenfalls unter Vollsperrungen in kleinen Teilabschnitten, sodass zum Beispiel die dortige Tankstelle immer aus einer Richtung erreichbar bleibe. Dauer: vier bis sechs Wochen.

Was ebenfalls noch fehlt, sind Teile des künftigen Grüns. Die Pflanzbeete sollen laut Stadt in den kommenden Wochen gefüllt werden, bei den Bäumen, die im Bereich der früheren Einfahrt zum Pegelhaus noch fehlten, könnte es in diesem Jahr noch klappen, aber auch Frühjahr 2022 werden.

Kirrmeier-Straße: scharfkantiges Beet nah an der Straße.
Kirrmeier-Straße: scharfkantiges Beet nah an der Straße.
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