Speyer Sonnengruß nach Mainz

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Der 13. März wird anders sein als die Wahlsonntage zuvor. Denn Uta Mattern wird nicht im Wahllokal helfen, das darf sie nicht. Die 53-jährige Dudenhofenerin will für den Wahlkreis Speyer in den Landtag einziehen. Das Motto der Landes-FDP: „Schauen wir nach vorn“ passe ganz gut zu ihr. „Das ist meine Haltung“, sagt sie. Uta Mattern ist eine offene, kommunikative Frau. Der FDP stand sie schon immer nah. Nachdem die drei Kinder (25, 23, 19) aus dem Gröbsten raus waren, trat sie in die Partei ein. Wahlkampf zu machen, mit Leuten zu reden, fällt der verheirateten Mutter nicht schwer: „Das mache ich auch sonst. Das ist meins“, erzählt die diplomierte Volkswirtin, die als Yoga-Lehrerin arbeitet und das Nahrungsergänzungsmittel Asea aus Amerika vertreibt. Als ihr Dudenhofener FDP-Kollege Jürgen Creutzmann Europaabgeordneter war, war Mattern, „eine überzeugte Europäerin“, seine Assistentin in der Heimat. Sie saß in der letzten Wahlperiode im Ortsgemeinderat Dudenhofen, ist Mitglied im Bauausschuss ihres Heimatdorfes, im Sozialausschuss des Rhein-Pfalz-Kreises und als ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht Neustadt tätig, zudem ist sie Vorsitzende der Liberalen Frauen Rheinland-Pfalz und stellvertretende Vorsitzende im Landesfrauenrat. Aufgaben, die ihr Spaß machen und in die sie Zeit investiert, wie sie erzählt. Uta Mattern will erreichen, dass mehr Polizisten vor Ort Dienst tun. Mit Blick auf die Überstunden der Beamten sagt sie: „Ich kann als Arbeitgeber nicht so mit meinen Mitarbeitern umgehen.“ Das Land müsse mehr Polizisten einstellen. Ein schneller Internetanschluss überall im Land ist Pflicht für Mattern, die generell für eine Offenheit gegenüber neuen Technologieformen wirbt. „Die Angst vor Technologie schützt nicht davor, dass sie kommt. Rohstoffe haben wir keine. Wir müssen das nutzen, was zwischen den beiden Ohren ist.“ Wenn die neuen Technologien aus Deutschland vertrieben würden, würde eben woanders weitergeforscht, weitergemacht – dann aber nicht zu deutschen Standards. Weiterer Punkt, der ihr wichtig ist: Investitionen in die frühkindliche Bildung. Und weil wir schon beim Thema sind: „Für die FDP bleibt die Kita beitragsfrei“, sagt Mattern. Beim Punkt Flüchtlingszuzug erkennt Mattern ein Versagen des Staates: „Wir haben bestehendes Recht.“ Das sei nicht angewendet worden. Die Staatengemeinschaft hätte zudem viel früher reagieren müssen, Flüchtlinge in Griechenland und Italien seien schon länger gekommen: „Aber Berlusconis Liebesleben war ja wichtiger“, kritisiert sie. Manchmal sagen ihre Gesprächspartner ob der Abwesenheit der FDP im Landtag: „Ihr fehlt ja doch.“ Matterns Antwort darauf ist: „Gut, dann müsst ihr das am 13. März mit einem Kreuz zum Ausdruck bringen.“ Die fünf wichtigsten Ziele —Mehr und besser bezahlte Mitarbeiter bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten mit angepasster technischer und sachlicher Ausstattung. —Kommunen müssen ausreichend Geld bekommen für Aufgaben, die ihnen von Land und Bund auferlegt werden. —Flächendeckendes schnelles Internet. —Der Landesrechnungshof muss als unabhängiges Organ der Finanzkontrolle gestärkt werden. —Gesetze sollen umgesetzt werden.

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