Speyer Sonderposten: Schweizer Designer blicken nach Speyer
Die Vorbilder kamen aus Speyer und aus München. Wie früher die „Isetta“ von BMW und die „Kabine“ der Flugzeugwerke Ernst-Heinkel-Fahrzeugwerke GmbH stellt nun das Schweizer Unternehmen Micro Mobility eine „Knutschkugel“ her. Sie heißt Microlino. Doch ist unter dem bisschen Blech dieses 2,43 Meter kurzen Kabinenrollers alles anders. Er ist mit Elektromotor und Akku ausgestattet und hat eine Reichweite bis zu 200 Kilometer.
Dafür wiederum ist sonst nicht viel dran am 2,43 Meter kurzen Zweisitzer. Selbst Scheinwerfer und Rückleuchten fehlen dem Prototypen bislang. Bis zum Juni sollen vier weitere Prototypen entstehen, bevor es mit der Serienfertigung losgeht. Den Microlino soll es ab 12.000 Euro geben. Der Heinkel-Kabinenroller war für 2750 Mark zu haben, die Heizanlage kostete 35 Mark extra. Auf dem heutigen PFW-Areal gebaut wurden von 1956 bis 1958 die Kabinenroller-Modelle 150, 153 und 154. In die „Kabine“ passten entweder zwei Erwachsene und zwei Kinder oder drei Erwachsene. Die Speyerer lästerten seinerzeit über das Kurzzeit-Produkt „ihrer“ Flugzeugwerke: „Bloß net de Wintermantel aziehe! Sunscht kummen ehr vielleicht noi, awwer nemmeh naus!“