Speyer So geht’s bei Industriehof und Sparkasse weiter

Industriehof: das Siegermodell.
Industriehof: das Siegermodell.

Beim früheren Stiftungskrankenhaus ist ein Planungswettbewerb in Aussicht gestellt. Zwei andere Großprojekte in Speyer sind in dieser Hinsicht schon ein Stück weiter.

Anfang März abgeschlossen worden ist der städtebauliche Wettbewerb für die Zukunft des Industriehofs. Als Gewinner gekürt wurde ein Entwurf unter Federführung von Hille Tesch Architekten (Ingelheim). Die Entwürfe sind von 25. bis 29. März (Freitag 14 bis 18 Uhr, sonst 15 bis 18 Uhr) im Industriehof (Halle 2) öffentlich zu sehen. Im Internet stehen sie unter www.industriehof-speyer.de/planungswerkstatt-ihof. Preisgericht-Präsident Eckart Rosenberger kündigte im städtischen Bauausschuss die Ausarbeitung eines Rahmenplans und später eines Bebauungsplans auf dieser Grundlage an.

Rosenberger schwärmte vom Ergebnis, das unter acht Entwürfen einstimmig auf Platz eins gesetzt worden sei. Besonders gut seien die erhaltene Sichtachse auf dem historischen Areal an der Franz-Kirrmeier-Straße, der Platz im Eingangsbereich mit Trittstufen zum Deich hin, die dezentralen Parkplätze, der große Grünzug und der Versuch, verschiedene Nutzungsformen im gesamten Quartier zu verteilen anstatt auf ausschließliche Wohnnutzung in einzelnen Bereichen zu setzen.

Einzig die Einbindung der Direktorenvilla sei noch nicht so gut gelungen. „Wir sind sicher, dass die Industrieatmosphäre auch mit den im Konzept vorgesehenen Ergänzungsbauten erhalten werden kann“, betonte Architekt Rosenberger. Der Wettbewerb, den die Eigentümerfirma Industriehof Speyer GmbH veranstaltete, habe sich gelohnt.

Das andere Projekt, bei dem ein Architektenwettbewerb verabredet ist, ist die geplante Revitalisierung der Sparkassen-Hauptstelle am Willy-Brandt-Platz. Hier will die Bank die Auslobungsunterlagen Anfang April an sechs ausgewählte Planungsbüros versenden. Danach gebe es eine Ortsbegehung mit den Interessenten und Zeit für Rückfragen. Entwürfe sollten danach bis Juli vorgelegt und im September prämiert werden, so Holger Würk, Geschäftsführer der die Sparkasse in dem Verfahren unterstützenden Gesellschaft Deutsche Leasing (DAL).

Seit den ersten Planungen im Herbst hätten sich einige Rahmenbedingungen geändert, so Würk. So solle auf die ursprünglich geplante Aufstockung des Parkhauses mit Wohnungen verzichtet werden. Das habe statische und letztlich auch wirtschaftliche Gründe. Sparkassen-Vorstandschef Thomas Traue erklärte, dass eine bestimmte Mindestrendite erzielt werden müsse. „Die Zeiten, in denen Sparkassen alle Wünsche erfüllen konnten, sind vorbei.“ Es bleibe beim Ansatz, dass eine verkleinerte, aber modernisierte Bankfiliale die Nutzung im Erdgeschoss bestimmt. Darüber sollten auf mehr als 3000 Quadratmetern Wohnungen entstehen. Gewerbenutzungen – konkret berücksichtigt werde ein interessierter Pflegedienst – könnten hinzukommen.

Die Sparkasse erwartet eine weitgehende Entkernung des Bestandsgebäudes, da etwa der Augustinersaal und viele Büros nicht mehr benötigt würden. Ausschussvertreter legten Wert darauf, auch Architektenlösungen Chancen zu geben, die die Entkernung einschränken.

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