Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Skilanglauf: Speyerer Schüler beim Bundesfinale

Wintersporthochburg: Schonach.
Wintersporthochburg: Schonach.

Ohne Qualifikationswettbewerb, aber ganz sicher nicht ohne Grund, reisen die Schüler des Hans-Purrmann-Gymnasiums Speyer von Sonntag bis Donnerstag zum Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia nach Schonach.

Das Landesfinale in Kniebis fiel diesmal wegen Schneemangels aus. Selbst jetzt in Schonach war es zuletzt grün. Schönwald steht als Ausweichort parat.

So trafen die interessierten Schulen mit den Organisationsleitern aus den drei Bezirken und Sachbearbeiter Michael Stäudt im Mainz Bildungsministerium zusammen, um über die Finalfahrer zu entscheiden, wie Purrmann-Lehrer Sven Laforce im Gespräch mit der RHEINPFALZ berichtete.

Dort gaben laut Laforce neben der Start-Zusage der Speyerer Mannschaften auch die Ergebnisse der Vergangenheit den Ausschlag. Schließlich belegten die Jungen der Wettkampf (WK)-Altersklasse III aus dem Purrmann 2019 Platz acht, den besten jemals von Rheinland-Pfälzern eingenommenen.

Sieben Trainingseinheiten

Als weiteres Thema kam in Mainz auf den Tisch, den Landesentscheid vielleicht wie in grauer Vorzeit an schneesichereren Orten auszutragen. Laforce nannte den Feldberg und das Herzogenhorn im Schwarzwald, Oberhof und den Großen Arber im Bayerischen Wald. Zugleich drehte er die Werbetrommel, um für die Veranstaltungen des SC Speyer auf dem Flugplatz und den Kühn-Cup auf dem Polygongelände zu drehen.

Trotz aller Schwierigkeiten liegen sieben Trainingseinheiten im Schnee hinter den Speyerern, die letzten am Wochenende: „Zweimal Notschrei, viermal Feldberg, einmal Kniebis“, zählte der Sportwart Nordisch seines Vereins auf: „Das ist relativ wenig.“

Haben’s drauf

Laforce: „In den letzten Jahre hatten wir ein fünftägiges Trainingslager.“ Dennoch: „Auch jetzt hat es sich gelohnt. Alle können gut bis sehr gut Ski laufen.“ Die alpinen Fahrformen mit Figuren wie Achter oder Kreisel haben aber kaum einstudiert werden können.

Diese Aufgaben wartet am Dienstag (9 Uhr) auf die Domstädter, gefolgt von der Staffel am Mittwoch (9.30). Die Purrmänner stellen drei Teams. Die Jüngsten treten zum Mixed der Jahrgänge 2005 bis 2008 an. Die Jungs sammelten im Januar erste Erfahrungen im Schnee, standen davor auf Rollski. Die Mädchen sind schon ein Jahr länger dabei. Die Auswahl leidet auch etwas unter den Winterferien.

Aus der Erfolgstruppe der WK-III-Jungs (2005 bis 2008) blieb Oliver Essig übrig. Um überhaupt einen Mannschaft zu stellen, zog Laforce Fahrer altersmäßig hoch. „Sie könnten unsere beste Mannschaft werden“, blickt er dem Abschneiden der gleichaltrigen Mädels entgegen, auch wenn es bei ihnen einige personelle Veränderungen gibt. Vier Abgängen stehen zwei Nachrückerinnen gegenüber.

So fahren sie

Wettkampf IV Mixed (Jahrgänge 2007-2010): Finja Roith, Chiara Harris, Lilly Kessler, Ben Brunnett, Marvin Kögel, Jona Berndt - WK III (2005.2008): Lukas Ulrich, Cedric Noe, Oliver Essig, Niklas Misske, Christoph Schreiner, Alexander Schreiner, Ben Hoff - Mädchen: Annika Müller, Antonia Beisel, Maya Heisel, Nina Laforce, Nina Debrovina, Helene Dietz

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