Speyer Singen im Regen für große Spenden

Die Bilanz der Sammelaktion der Kinder und Jugendlichen, die rund um den 6. Januar teils bei schlechten Wetterbedingungen als Sternsinger in Speyer und den Umlandgemeinden unterwegs waren, liegt vor. Wie die RHEINPFALZ auf Anfrage bei den jeweiligen katholischen Pfarrgemeinden erfahren hat, sind in diesem Jahr fast 76.000 Euro in Speyer und Umland zusammengekommen.
Über 38.800 Euro – noch einmal mehr als im Vorjahr – wurden in Speyer für den guten Zweck gesammelt. Die Kinder und Jugendlichen waren dafür bei der 57. Sternsingeraktion über mehrere Tage unterwegs. Sie läuteten an unzähligen Türen, sangen, erzählten, beteten und schrieben den Segen mit Kreide über die Türen. „Die 24 Sternsinger von St. Konrad konnten bei ihren Hausbesuchen das stolze Ergebnis von fast 7000 Euro für die Kinder dieser Welt ersingen“, so Dieter Stadter, Schriftführer des Pfarrgemeinderates. „Die Kinder und Jugendlichen der Dompfarrei haben rund 13.000 Euro gesammelt. Dafür waren knapp über 60 Kinder und Jugendliche drei Tage unterwegs“, freut sich Kaplan Thomas Becker über den Erfolg. „In St. Otto waren vier Gruppen unterwegs und haben ein Ergebnis von 3700 Euro erzielt“, so Diakon Paul Nowitzki. Ein Teil davon gehe wie in den vergangenen Jahren an das Patenprojekt von Schwester Gundelinde Kunz in Bolivien, der andere Teil sei für das Sternsingerprojekt auf den Philippinen vorgesehen. „Unser derzeitiger Spendenstand ist bei etwas über 13.000 Euro“, sagt Pastoralreferentin Regina Mettlach über das Ergebnis der Bemühungen von 26 Kindern und Jugendlichen in St. Joseph in der ersten Januarwoche. „Wir waren eine Gruppe weniger als im vergangenen Jahr und doch haben wir ein höheres Ergebnis. Unsere Pfarrei ist groß und es gibt immer noch Leute, die nachher bedauern, dass die Sternsinger nicht da waren. Erfreulicherweise bringen einige ihren Obolus noch nach der Aktion ins Pfarrbüro oder überweisen auf das Kirchenkonto“, so Mettlach. Besucht wurden unter anderem auch das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus, die Diakonissen im Mutterhaus, das Priesterseminar, Klöster und Altenheime. „Wir haben in Banken gesungen, bei Firmen, in Geschäften, bei Familien, Einzelpersonen und hin und wieder auf der Straße.“ Das in St. Joseph gesammelte Geld gehe über das Kindermissionswerk in Aachen an vier Kinderheime in Santiago de Chile, Huambo in Angola, Thu Thiem in Vietnam und Jelka in der Slowakei. Pastoralreferent Markus Lamm ist sehr glücklich über die von den acht Jugendlichen von St. Hedwig gesammelten mehr als 2100 Euro. Auch im Umland waren die Sternsinger mit mehr als 36.800 Euro an Spenden sehr erfolgreich. In Dudenhofen wurde von 42 Sternsingern ein Betrag von 7500 Euro gesammelt, so Diakon Markus Fleischer. Er nennt auch gleich die Ergebnisse für die anderen Orte in der Pfarreiengemeinschaft: In Berghausen sammelten 20 Kinder und Jugendliche rund 2600 Euro, in Heiligenstein kamen die 20 Sternsinger auf 2950 Euro, in Mechtersheim gab’s für die 19 kleinen Könige sogar 3300 Euro. „Das Wetter hat den Sternsingern unter anderem in Berghausen das Leben recht schwer gemacht, aber sie haben dem Dauerregen getrotzt“, lobt Fleischer. Nach seinen Angaben sammelten in Harthausen 26 Aktive 3700 Euro und in Hanhofen 31 Sternsinger 3850 Euro. Fleischer weist darauf hin, dass teilweise auch nachträglich noch Spenden bei den Pfarreien eingingen. In Otterstadt waren 30 Kinder und Jugendliche unterwegs und sammelten 5900 Euro. Sie hatten besondere Besuche bei der Kreisverwaltung in Ludwigshafen, im Kindergarten oder auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde, so Pastoralreferentin Doris Heiner. In Waldsee kamen 2600 Euro zusammen, sagt sie. In Lingenfeld sammelten die Sternsinger fast 4400 Euro, wie der Verantwortliche, Kaplan Danijel Ševo, berichtet. (kahy)