Speyer See-Test: Erfrischung im Lingenfelder Naherholungsgebiet
«Lingenfeld.»Der Baggersee im Lingenfelder Naherholungsgebiet zieht Menschen aus der ganzen Region an. Er liegt abseits der Gemeinde, ist gut mit dem Auto über die Landstraße und mit dem Fahrrad über den Rheindamm zu erreichen und wird entsprechend gerne angesteuert. Familien, Jugendliche und Camper prägen das Bild.
In den Morgenstunden ist der große Weiher am schönsten. Dann herrscht dort die Ruhe vor dem Sturm und der Rundblick kann genossen werden. Tatsächlich finden sich die Gäste auf der weitläufigen Fläche vor dem Wasser in einer angenehmen Oase wieder, die Natur pur bietet. Hohe Bäume warten darauf, beim einsetzenden Besucheransturm Schatten zu spenden, ein sattgrüner Rasen bietet einen guten Untergrund, um ein Sonnenbad zu nehmen.
VG für Sauberkeit zuständig
Unterhalten wird das Naherholungsgebiet von der Verbandsgemeinde Lingenfeld. Sauber und gepflegt ist das Areal entlang des Badesees. Einige Unkräuter im Rasen und auch im Sand fallen zwar auf, stören aber das ästhetische Empfinden in keiner Weise. Schön ist es hier am Morgen, wenn der Blick über die glitzernde Wasseroberfläche schweift, das Grün den Augen gut tut und das muntere Zwitschern der Vögel noch ins Ohr dringt. Je später die Stunde, desto voller der Strand. Ein Badegast nach dem anderen rückt an. Meist sind es ganze Gruppen, kleine und größere, die einen Urlaubstag vor der Haustür verbringen wollen. Steffen Nikolaus und Sven Mößer rammen gerade zwei mitgebrachte Sonnenschirme in den Sand, während ihre Freundinnen Jennifer und Sarah riesige Badetücher ausbreiten und die Fußpumpe für die bereitgelegte Schwimminsel auspacken. „Wir haben alle Urlaub und nutzen jede Gelegenheit, um hierher zu kommen“, berichtet Jennifer, die sich daran macht, eine kleine Zwischenmahlzeit auszupacken, bevor die erste Runde im See ansteht. Die Gruppe kommt aus Germersheim. Den Lingenfelder See hat Nikolaus vor einigen Jahren entdeckt. Damals kam er vom gegenüberliegenden Ufer, aus Mechtersheim. Mit Kumpels ist er mit dem Rad auf dem Damm entlanggefahren. „Mir hat es hier gleich gut gefallen“, sagt Nikolaus. Die Größe der Fläche, das Leben, das dort herrscht, der Ausblick. „Außerdem sind die Parkplätze näher“, meint sein Freund Sven Mößer und grinst.
„Wir haben’s gern eng"
Dass sich zwischenzeitlich die Fläche ringsherum immer weiter mit Badegästen füllt, Sand und Kies immer weiter von bunten Badetüchern zugedeckt werden, stört das Quartett nicht. „Wir haben’s gern eng“, ruft Sarah und hilft im nächsten Moment einer jungen Mutter nebenan, die mit einer Sonnenliege kämpft, während der Nachwuchs sich bereits an der Kühltasche im Bollerwagen zu schaffen macht. Hajo, genannt Jupp, kehrt nach einem kurzen Sprung in den See gerade auf sein Strandlaken zurück. Er ist einer der Dauercamper, der auf dem angrenzenden Gelände Platz gefunden hat. „Wir kommen im Sommer gerne ein paar Tage hierher. Hier hat man alles, was man braucht: Wasser, Strand, Natur, viel Sehenswertes in der Nähe und die Versorgung vor der Haustür“, erklärt Jupp, der zum einen auf die Einkaufsmöglichkeiten und zum anderen auf das Haus am See hinweist. Die Gaststätte ist bei vielen Besuchern auch dann Anlaufstelle, wenn sie gerade mal nicht am See liegen.
Leben pulsiert am Lingenfelder See
Zur Mittagszeit ist der Strand voll. Die ersten Autos ordnen sich entlang des Rheindammweges an. Das Leben pulsiert am Lingenfelder See. Maike und Tim haben trotzdem eine persönliche Ruheinsel gefunden. Ein wenig abseits des Trubels liegen sie im Schatten eines Baumes, haben aber dennoch alles im Blick. „Der See bietet für jeden was“, meint Tim. „Vor allem ist das Gelände gepflegt und einladend“, ergänzt Maike. Eine gute Zusammenfassung für ein lebendiges Strandleben.