Speyer Sechs Stunden Dreh für drei Minuten Image

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Den Dreh mit der Drohne musste er erst herausbekommen. Aber Filmemacher Bernd Schmitt fing spektakuläre Speyer-Bilder ein. Der Kurzfilm zum Reformationsjubiläum im nächsten Jahr ist im Kasten, wie die Evangelische Kirche der Pfalz mitteilt. Der dreiminütige Beitrag im Auftrag der Landeskirche und der Stadt Speyer wird in einem Truck auf Reisen gehen. Das „Geschichtenmobil“ soll Menschen in 19 Ländern Europas Speyer nahe bringen.

Der Europäische Stationenweg macht ab Herbst 2016 in mehr als 60 Orten der Reformation Halt (wir berichteten). Speyer gehört als Stadt der Protestation dazu. Im Jahr 1529 legten sechs Fürsten und 14 freie Reichsstädte auf dem Reichstag in Speyer ihren Protest ein. Sie verteidigten die evangelische Freiheit des Glaubens. Motto zum Stationenweg werde demnach „Ich bin so frei“ sein, berichtet Mechthild Werner, Projektleiterin der Landeskirche. Dass sich die Reformation über die ganze Welt verbreitet hat, solle der Imagefilm deutlich machen. „Wie vom Geschichtenmobil angeregt, wollen wir auch heutige Geschichten erzählen.“ Drei Pfälzer „Protestants“ mit koreanischen, südamerikanischen sowie indonesischen Wurzeln geben laut Landeskirche im Film ein Statement ab, was frei glauben für sie heißt. „Ganz schön aufregend vor der Kamera“, bekennt Jaemie Sitzmann. Die Musikerin aus Kaiserslautern begab sich neben Almendra Garcia de Reuter und Welman Boba aus Landau mit dem Filmteam auf Spurensuche. Und sie entdeckten so einiges. Die sogenannte Speyer-App zu den Stätten der Protestation wies ihnen digital den Weg. Gedächtniskirche, Dreifaltigkeitskirche, Dom, Mikwe und das Historische Museum der Pfalz waren nur einige Stationen an dem heißen Drehtag. Aus rund sechs Stunden Drehzeit sollen laut dem vom Südwestrundfunk erfahrenen Regisseur Schmitt am Schneidetisch drei Minuten „rasante Action“ werden. Der Beginn der Dreharbeiten am Historischen Museum verlief dagegen laut Pressemitteilung schleppend: „Die Starterlaubnis für die Filmdrohne war erteilt, alle warteten auf den Einsatz. Doch das Luftfahrzeug weigerte sich beharrlich, abzuheben. Der Grund: Die Einflugschneise des Verkehrslandeplatzes Speyer-Ludwigshafen verläuft in unmittelbarer Nähe. Es brauchte einige Kniffe, den Kamerahelikopter nach oben zu bewegen.“ Es seien nach Klärung der Sicherheitsauflagen noch „phantastische“ Bilder geworden. Der Film in deutscher und englischer Version wird im „Geschichtenmobil“ zum Europäischen Stationenweg am 11. April 2017 in Speyer am Platz vor der Sparkasse zu sehen sein. Auch auf der anschließenden protestantischen Weltausstellung in Wittenberg (20. Mai bis 10. September 2017) wird der Trailer im Beitrag der pfälzischen Landeskirche einem internationalen Publikum gezeigt. Im Netz www.reformation2017.evpfalz.de; https://r2017.org |rhp

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