Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Schwerd-Gymnasium: Frühere Schüler am „Ort des Grauens“

Am „Schwerd“: Treffen 50 Jahre nach dem Abitur.
Am »Schwerd«: Treffen 50 Jahre nach dem Abitur.

30 ehemalige Schüler des Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasiums haben sich 50 Jahre nach ihrem Abitur an ihrer früheren Schule getroffen. Sogar die Polizei rückte dafür aus.

„Wir waren der erste Jahrgang der damals neuen Mainzer Studienstufe mit 55 Schülern, davon drei Mädchen“, erzählt Thomas Lobig. Er ist einer der damaligen Schüler und einer der Mitorganisatoren des Treffens. Zehn der früheren Schüler seien bereits verstorben. Aus den Abiturienten seien etwa Chemiker, Mediziner, Juristen, Professoren, Pfarrer, Ingenieure, Architekten und Redakteure geworden.

Bei der Führung durch das Gymnasium in der Vincentiusstraße kamen bei den Teilnehmern Erinnerungen hoch. „Ins Direktorenzimmer kamen wir nur, wenn wir etwas angestellt hatten“, so Lobig. „Ein Ort des Grauens“ seien für einige Schüler die alten Physik- und Chemieräume gewesen. Anlass zur Aufregung und zum Erzählen: Um 10.30 Uhr ist bei dem Treffen an einem schulfreien Tag die Polizei vor der Schule aufgetaucht. „Wegen eines Alarms haben sie einen Einbruch vermutet, was nicht der Fall war“, berichtete Lobig.

Besuch im Kloster

Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand für die alten Schulfreunde Speyer-Kultur auf dem Programm: einer Führung im Kloster der Dominikanerinnen von Sankt Magdalena im Hasenpfuhl schloss sich ein Vortrag über die Heilige Edith Stein an, die von 1923 bis 1931 im Kloster wohnte und in der dortigen Schule unterrichtete. Der Orden hält das Andenken der Märtyrerin in Ehren, was bei den „goldenen Abiturienten“ auf Bewunderung stieß.

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