Speyer Schnell gedruckt, schnell weg?

DUDENHOFEN/SPEYER. Chic und modern – so sieht die Sparkasse Vorderpfalz ihre vor wenigen Wochen neu eröffnete Filiale in Dudenhofen. Dass mit dem Umzug auch der Kontoauszugsdrucker gewechselt wurde, sorgt indes für Diskussionen.
„Früher war es normales Papier, jetzt ist es Thermopapier“, berichtet Kundin Dorrit Schloßherr. Sie hat eine große Sorge: dass der Aufdruck nicht auf Dauer lesbar ist und somit „Unterlagen, die Dokumentencharakter haben“, zerstört sind. Dies könne beispielsweise gegenüber dem Finanzamt ein Problem sein, das die Lagerung auf zehn Jahre hinaus fordere. Auf der Rückseite der Ausdrucke gebe es zwar Hinweise zur korrekten Aufbewahrung, diese seien jedoch nicht immer zu erfüllen, so Schloßherr. Die Sparkasse sieht das anders: Die bisherigen Erfahrungen mit den Thermodruckern seien sehr gut, teilt auf Anfrage Tino Heinken, Leiter des Vorstandsstabs, mit. Es handle sich um eine Weiterentwicklung von Nadel- und Tintenstrahldruckern. Sie garantiere ein gleichmäßiges Druckbild mit erhöhter Lesbarkeit. Zudem seien die Geräte zuverlässiger, wartungsärmer und schneller. Für die Lesbarkeit der Auszüge sei das Papier entscheidend. Heinken: „Unser zertifizierter Papierlieferant garantiert die Halt- und Lesbarkeit der aufgedruckten Schrift von mindestens zwölf Jahren.“ Dabei gehe es um „ortsübliche Lagerbedingungen“. Probleme für das Papier stellten nur Hitze und Spezialkleber dar. Die Sparkasse will weiterhin auf die Thermodrucker setzen: Sie machten momentan schon rund 40 Prozent des Sparkasse-Vorderpfalz-Bestands aus. Die Tendenz sei steigend, denn bei allen Neu- und Ersatzkäufen kämen solche Modelle zum Zug. (pse)