Speyer Schippen für den Nachwuchs

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Hinter der Realschule plus in Dudenhofen wird zwar schon länger gearbeitet, seit gestern ist es allerdings „offiziell“: Mit einem ersten Spatenstich sind die Arbeiten für den neuen dreigruppigen Kindergarten von Dudenhofen begonnen worden. Von Januar an sollen dort bis zu 65 Kinder betreut werden können.

Die künftige Leiterin der neuen Kindertagesstätte, Nicole Seitz, war gestern schon beim Spatenstich dabei: Sie freue sich auf die Herausforderung, die Einrichtung mit neun Erziehern, insgesamt zwölf Mitarbeitern, aufbauen zu können, sagte sie. Die Kita liegt nicht nur nahe am Wald, sie soll auch einen waldpädagogischen Schwerpunkt haben. Derzeit ist Nicole Seitz noch in der Speyerer Kita „Pünktchen“ beschäftigt. In dem neuen Kindergarten wird es 36 Ganztags- und 29 Halbtagsplätze geben. Wer seine Kinder anmelden will, kann das am besten bei der Kita Naseweis machen. Über die Kindergarten-Frage ist im Dudenhofener Rat sehr kontrovers diskutiert worden: Über den Neubau einer dritten Einrichtung für Dudenhofen waren sich die Fraktionen des Ortsgemeinderats zwar einig. Aber heftig wie lange nicht bei einem kommunalpolitischen Vorhaben diskutierten die CDU-Mehrheit und die Opposition den Weg der Umsetzung. Die Gräben schüttete auch der erste Spatenstich für die Kindertagesstätte gestern Mittag nicht endgültig zu. Wie Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) in seiner Begrüßung erinnerte, setzte sich bei der Frage um den richtigen Standort die CDU mit absoluter Stimmenmehrheit durch: Die Kita wird westlich der Realschule plus gebaut. SPD, Grüne und FWG hatten für eine Kita am Mausberg gestimmt, die FDP für den Umbau des katholischen Pfarrheims. Zwischen Absicht und Spatenstich lagen zwei Jahre, 15 Ausschuss- und neun Ratssitzungen zum Thema Kindergarten. Für den Ortsbürgermeister „eine vertretbare Zeit“. Die wesentlichen Stichworte: Landesgesetze mit Rechtsanspruch für die Kita-Aufnahme zwei-, dann einjähriger Buben und Mädchen, in der Folge die Pflicht der Gemeinde, zehn statt der bislang acht Gruppen zu beherbergen, 2014 die Empfehlung von Jugendamt und Kreisverwaltung, dass Dudenhofen eine dritte Kindertagesstätte bauen müsse. Es gibt bereits zwei: Kunigunde (katholisch) und Naseweis (kommunal). Im Juni 2015 folgte der Grundsatzbeschluss für den Neubau, vier Wochen später im Rat die Abstimmung zum Standort, im Oktober 2015 die Entscheidung mit CDU-Mehrheit, die Kita in Modulbauweise zu errichten, nicht „Stein auf Stein“, wie von den Oppositionsparteien favorisiert. Zunächst war eine zweigruppige Einrichtung vorgesehen (SPD, Grüne, FWG, FDP wollten gleich drei Gruppen), nach einem Veto der Kreisverwaltung im Dezember wurde dann auf eine dreigruppige Einrichtung umgeschwenkt. Es folgten die Übertragung des Grundstücks hinter der Realschule von der Verbands- auf die Ortsgemeinde, vor vier Monaten dann die Auftragsvergabe. Nächste Woche soll das Fundament betoniert, Ende November mit der Montage begonnen werden. Eberhard ist optimistisch, die Kita im Januar 2017 einweihen zu können. Die Kosten summierte er „alles in allem“ auf knapp eine Million Euro, etwa die Hälfte davon übernehmen Bund, Land und Kreis. Architekt Gunter Stemmann (Römerberg) plante auf 500 Quadratmetern Grundfläche drei Gruppenräume, Funktions-, Bewegungs-, Personal-, Besprechungsräume, Küche und sanitäre Anlagen – alles behindertengerecht. Gebaut werde nach dem System der Holzständer-Bauweise, außen verputzt, zum Teil in Holzverschalung. Die Kita schließt ein Flachdach ab, ist an die Holzhackschnitzelheizung der Schule angeschlossen.

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