Speyer Sara Lehmann: Neuer Name für Jugendcafé Süd?
Trägt nach dem möglichen Aus des Spielhauses Sara Lehmann bald eine andere Einrichtung in der Stadt den Namen der Speyerer Widerstandskämpferin?
Ein entsprechender Antrag der Speyerer Wählergruppe (SWG), das geplante Jugendcafé Speyer-Süd nach Sara Lehmann zu benennen, wurde in den Kulturausschuss verwiesen.
Aktuell trägt das städtische Spielhaus im Schlangenwühl Lehmanns Namen. Es leistet Förderung für benachteiligte Kinder. Das Spielhaus sei jedoch kaum mehr nachgefragt, sagte Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU). Im Raum steht eine Schließung zum Jahresende, auch wenn noch kein Beschluss gefasst ist. Was Widerstandskämpferin Sara Lehmann geleistet hat, sollte jedoch nicht vergessen werden, so SWG-Fraktionsmitglied Marc Vidmayer. Die Speyererin Lehmann half in der Zeit des NS-Regimes, jüdische Kinder vor dem Holocaust zu retten.
Von anderen Fraktionen kam einerseits Zustimmung, Lehmann weiterhin zu würdigen. Bei der Benennung des noch nicht gebauten Jugendcafés im Kirschweg waren die Meinungen aber geteilt. „Man muss Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich damit auseinanderzusetzen, warum der Ort so heißt“, sagte Vidmayer. Martina Queisser (SPD) und Max Bankhard (Grüne) forderten, die Jugendlichen bei der Namensfindung einzubeziehen.
Es habe sich bewährt, dass die Treffpunkte für Jugendlichen mit den Stadtteilen in Verbindung gebracht würden und keine anderen Namen hätten, gab der städtische Fachbereichsleiter Georg Lehnen-Schwarz zu bedenken. „Sollte von Jugendlichen der Wunsch kommen, dem Café einen Namen zu geben, dann würden wir das aufgreifen.“