Speyer Südtangente: Vier Varianten

Bei zwei Gegenstimmen hat der Ortsgemeinderat Dudenhofen am Donnerstagabend beschlossen, vier Varianten zur Planungsänderung „Gewerbegebiet Südliche Erweiterung/Südtangente“ vom Landesbetrieb Mobilität und der Kreisverwaltung auf ihre Genehmigungsfähigkeit prüfen zu lassen.
Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) sagte zur Notwendigkeit der Neukonzeption: „Ein Gutachten zum Naturschutz beinhaltet Anforderungen an eine besondere Ausgleichsfläche, die von der Gemeinde nicht zu finanzieren sind.“ Mit seiner „Suche nach Alternativen“ lag Ortsbürgermeister Eberhard „ganz auf der Linie der FDP“, wie der Liberale Jürgen Creutzmann sagte: „Die Südtangente ist für uns von enormer Wichtigkeit.“ Priorität habe die Verkehrssicherheit. Reinhard Burck (Grüne) hat in erster Linie die Unversehrtheit der Landschaft im Blick: „Wir waren gegen die ursprüngliche Planung, sind auch gegen den Flächenverbrauch durch eine Änderung, die ein Gewerbegebiet vorsieht.“ „Trotz Verkleinerung“ ist Wilhelm Kannegießer (SPD) auch nach inzwischen 15 Jahren weiter dafür: „Hauptrichtung muss die B 9 sein, die Einfahrt von Harthausen nach Dudenhofen über eine Abbiegespur.“ Reinhard Oelbermann (CDU) war das Thema leid, wollte „ideologische Grabenkämpfe nicht zum tausendsten Mal aufwärmen“. Die vier Entwürfe wären ein letzter Versuch, die Tangente irgendwann hinzubekommen, Verkehr aus der Landauer und Berghauser Straße rauszuhalten. Über schallschutztechnische Maßnahmen – Einbau von Segeln (Platten) 40 Zentimeter unterhalb der Decke – soll in der Festhalle die „Nachhallzeit“ reduziert und in Ergänzung im Thekenbereich eine absorbierende Wandpaneele installiert werden. Im Haushalt sind dafür 28.000 Euro eingestellt. Mit der Sanierung der Erdgeschosswohnung in der Herrmann-Löns-Straße 19 beauftragte der Rat den Kreiswohnungsverband. Die Kosten von rund 55.000 Euro sollen aus den Rücklagen des Verbands beglichen werden. (län)