Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Rudern: Zehn Speyerer und ein Achter bei World Rowing Masters in Ungarn

Ein besonderes Boot: der Speyerer Achter mit Steuerfrau Marion Peltzer-Lehr (links) sowie den Ruderern Peter Gärtner, Ralf Weber
Ein besonderes Boot: der Speyerer Achter mit Steuerfrau Marion Peltzer-Lehr (links) sowie den Ruderern Peter Gärtner, Ralf Weber, Thomas Dresel, Martin Gärtner, Frank Durein, Corinna Bachmann, Elke Müsel und Harald Schwager (von links).

Die intensivste Phase der Vorbereitung auf die World Rowing Masters in Ungarn läuft bei den Aktiven der Rudergesellschaft Speyer (RGS). Zehn Sportler werden vom 11. bis 15. September auf dem Lake Velence in Ungarn starten. Die einen wollen einfach vorne dabei sein, die anderen setzen auf Sieg über die 1000 Meter.

Zwischen Budapest und dem Plattensee gelegen ist die Strecke, die die Speyerer bewältigen müssen. „Es ist ideal, dass sie außerhalb der Stadt liegt“, sagt Peter Gärtner. Er ist einer von Vieren, die bereits 1996 bei den Meisterschaften in Ungarn dabei waren. Das gleiche gilt für Harald Schwager. Er erinnert sich: „Die Strecke ist sehr fair.“ Windgeschützt sei sie durch das Schilf, mit wenig Wellenschlag.

Einer besonderen Klasse stellt sich die RGS-Crew diesmal: dem Wettbewerb im Achter mit Steuerfrau. „Die besondere Voraussetzung ist, alle Sportler im Vorfeld zum Training zusammenzubringen“, merkt Schwager an. Je acht Einheiten mussten in den zurückliegenden Wochen absolviert werden.

Weber erinnert an Probleme von 1996

Steuerfrau Marion Peltzer-Lehr ist unverzichtbar an der Front. „Meine Herausforderung ist es, das Boot beim Start gerade zu halten und die Mannschaft zu einem Rhythmus zu bekommen“, erklärt sie. Bei zwei Läufen seien Teams aus Moskau mit am Start. „Das sind die stärksten Teams, die es gibt, so wie die Ukraine“, macht Schwager deutlich, dass der Renngemeinschafts-Achter sich mächtig ins Zeug legen muss. Konkrete Erwartungen äußert Schwager nicht, sondern meint: „Es ist immer gut, wenn man in den Feldern vorne dabei ist.“

Ruderkollege Ralf Weber ergänzt dazu: „Man muss rechtzeitig am Start sein und als Erster im Ziel.“ Bewusst schlägt er den Haken, denn bei der Teilnahme 1996 war der Start fast versäumt worden. Ebenfalls im Achter sitzen Frank Durein, Martin Gärtner, Ralf Mattil und Arnd Garsuch. Woher die Gegner kommen? „Rund um den Globus“, fasst Schwager zusammen.

Durein wagt sich an den Einer der Klasse F

Mit Weber und den Gärtner-Brüdern startet er auch im Doppel-Vierer der Altersklasse F (60 Jahre). Garsuch geht in einer Renngemeinschaft im Doppelvierer in der AK B (36 Jahre) ins Boot, gemeinsam mit Martin Gärtner im Zweier und mit Durein im Doppel-Zweier. Unter anderem aus Kroatien, Großbritannien, Korea, Australien, aber auch Deutschland stammen die Mitbewerber.

Durein wagt sich außerdem an den Einer in der AK F. „Ich habe viel und täglich trainiert dieses Jahr und bin fit“, sieht er den World Masters optimistisch entgegen. Abrufen will er seine Leistung bei der Regatta. Eine vordere Platzierung fände er schön. „Ich möchte sehr gute Rennen fahren“, hebt Durein hervor.

Müsel/Bachmann gönnen sich die schwerste Klasse

Elke Müsel und Corinna Bachmann sind einmal für den Doppel-Zweier mit und einmal für den Zweier ohne Steuermann gemeldet. „Wir sind ganz gut drauf“, kommentiert Müsel den derzeitigen Leistungsstand. Sie geht noch weiter: „Wir würden gerne mal mit einem Sieg im Zweier heimkommen.“ Bislang war es bei einem zweiten Platz geblieben. Schwierig einzuschätzen ist die Lage für die Masterinnen. Kein einziger Gegner ist ihnen bekannt.

Das Duo weiß aber, so Müsel: „Die Skandinavier sind sehr stark. An denen hatten wir letztes Mal zu knabbern.“ Den Zweier ohne Steuermann bezeichnet sie als schwierigste Bootsgattung. Erstmals wagen Müsel und Bachmann sich an diese heran. „Als Zusatzrennen gönnen wir uns das“, meint Bachmann verschmitzt. Hauptsache gerade bleiben – das ist das Hauptziel Müsels. Sie darf zu guter Letzt ihren Sieg der World Masters in Bled von 2017 und der Euromasters in München 2018 verteidigen.

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