Speyer RHEINPFALZ-Tipp stachelt zusätzlich an

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SPEYER. Prickelnde Spannung hat das Lokalderby zwischen den Damen-40-Verbandsligisten TC WR Speyer und der Spielgemeinschaft TC Dudenhofen/Böhl-Iggelheim in der Holzstraße ausgezeichnet.

Nach 9:9-Zwischenstand entschied das Doppel Christiane Sprott/Uschi Reimschüssel-Korn mit 7:6, 7:6 gegen Ulrike Brandt/Christine Back die Partie zugunsten Dudenhofens. Etwas Enttäuschung schwang mit, als Speyers Spielführerin Brandt unmittelbar nach dem abschließenden Ball, der die Entscheidung zugunsten der Spargeldörflerinnen brachte, bemerkte: „Knapper geht es nicht“. Das Derby hätte nicht ausgeglichener und enger verlaufen können. Die Bilanz: 86:86 nach Spielen und 12:10 nach Sätzen, wobei Dudenhofen fünf und Speyer zwei Durchgänge im Tiebreak für sich entschied. Eigentlich habe keines der beiden Teams eine Niederlage verdient gehabt, so der Tenor zahlreicher Zuschauer. Gäste-Spielführerin Simone Gerullis nahm den knappen Erfolg aber gerne mit. Wieder einmal, betonte sie, habe die Nervenstärke ihrer Mannschaft die Entscheidung gebracht. „Spannung und Nervenkitzel sind bei uns immer an der Tagesordnung. Wir hatten heute aber auch das Quäntchen Glück. Außerdem hat uns der RHEINPFALZ-Tipp herausgefordert und die Mannschaft zusätzlich motiviert.“ Im Spitzeneinzel benötigte Bettina Adler gegen Christiane Sprott eine Anlaufzeit, um zu ihrem gewohnt druckvollen Spiel zu kommen. „Vielleicht war es Lampenfieber, das mich bei unserem ersten Heimspiel etwas hemmte“, meinte sie nach ihrem 6:2, 6:0-Erfolg. Für Sprott bedeutete die Niederlage kein Problem: „So ist Sport, ganz klar, sie war die bessere Spielerin, hat verdient gewonnen.“ Auf Position zwei trumpfte Katja Jewski gegen Dudenhofens Vereinschefin Gaby Betz-Baumann von Beginn an mächtig auf. 6:4 holte sie sich den ersten Satz und schien bei 3:0-Führung auf der Siegesstraße. Doch dann schlichen sich zahlreiche leichte Fehler ein. Die TCD-lerin nutzte die Schwächephase, drehte die Partie und freute sich am Ende über ihren 6:4- und 10:7-Erfolg: „Welch ein Glück, dass Katja mir mit Fehlern die Chance gegeben hat, ins Match zurückzukommen.“ Auf Augenhöhe begegneten sich auf Punkt drei Speyers Annette Herzog und Silvia Reimschüssel. Auch hier hatte die Einheimische im ersten Abschnitt mit 6:4 die Nase vorn. Reimschüssel änderte die Taktik, gewann den zweiten Durchgang 6:3 und holte sich nervenstark auch den Matchtiebreak. „Nachdem ich am Anfang versucht habe, schnelle Bälle zu spielen, die noch schneller und präziser zurückkamen, habe ich mich bemüht, ihr meinen Stil aufzuzwingen, was letztlich auch geglückt ist“, meinte Reimschüssel. „Heute habe ich einen super Tag erwischt“, kommentierte Gästespielerin Petra Höfer ihren Sieg über Ulrike Brandt. Zwei alte Bekannte standen sich mit Christine Back und Uschi Reimschüssel-Korn auf Position sechs gegenüber. Beide spielten vor Jahren gemeinsam in der Damenmannschaft des TC Böhl-Iggelheim. „Von daher kennt jede die Stärken und Schwächen der anderen“, erzählte Reimschüssel-Korn. Nach 4:1-Führung gab die Einheimische den ersten Satz etwas unerwartet im Tiebreak ab. „Dann habe ich versucht, sicherer zu punkten und Fehler zu vermeiden“, berichtete die siegreiche Domstädterin. Für das 6:6 in den Einzeln sorgte Kristin Surborg mit ihrem Sieg über Simone Gerullis. Nachdem beide Teams je ein Doppel holten, brachte Paarung drei die Entscheidung. Die spielstarken Kontrahentinnen Brandt/Back und Sprott/Reimschüssel-Korn boten sehenswertes Tennis. Lange Ballwechsel und Netzattacken wechselten einander ab. In beiden Durchgängen kam es zum Tiebreak, den die Gästespielerinnen jeweils für sich entschieden. Christiane Sprott sprach von einem glücklichen Erfolg: „Es waren nur wenige Bälle und vielleicht auch unser etwas besseres Nervenkostüm, das uns den Sieg bescherte.“

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