Speyer Retter reden regelmäßig

Im Zeichen des Blaulichts: Treffen der Hilfsorganisationen.
Im Zeichen des Blaulichts: Treffen der Hilfsorganisationen.

Um ihre Zusammenarbeit im Krisenfall zu erleichtern, haben die Rettungsdienste in Speyer im vergangenen Jahr den sogenannten Blaulicht-Stammtisch gegründet. Die Initiative zu den regelmäßigen Treffen hat Brandamtmann Peter Eymann, der Leiter der Hauptwache der Feuerwehr, ergriffen.

„Die Idee zu einem Blaulicht-Stammtisch ist an sich gar nicht so neu“, sagt Eymann, der seit Mai 2016 bei der Speyerer Wehr auch als Chef des hauptamtlichen Personals tätig ist. „Ich war vorher Feuerwehrmann bei der US-Army in Heidelberg und dann in Köln bei der dortigen Feuerwehr beschäftigt. An beiden Orten gab es regelmäßige Treffen, bei denen sich Vertreter von Rettungsdiensten austauschten“, informiert er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Das Ziel solcher Zusammenkünfte sei es, Kontakt untereinander zu halten. „Im Einsatzfall gelten die drei K: in Krisen Köpfe kennen“, erklärt Eymann. Wenn man sich vor einem Ernstfall schon mal gesehen und in lockerem Rahmen miteinander geredet habe, dann erleichtere dies den Austausch in Krisensituationen, ist er überzeugt. „Man weiß, wie das Gegenüber tickt, und es gibt eine gemeinsame Vertrauensbasis“, berichtet der Feuerwehrmann. „Wir treffen uns einmal im Quartal. Der Auftakt war im Frühjahr vorigen Jahres bei uns“, blickt Eymann im Gespräch mit der RHEINPFALZ zurück. Beim Blaulicht-Stammtisch gehe es immer auch um dienstliche Angelegenheiten, teilt er mit. So hätten seine Speyerer Feuerwehr-Kollegen beim ersten Treffen dieser Art den „Side-scan sonar“, ein kürzlich angeschafftes technisches Gerät, vorgestellt. Es diene, an der Seite eines Bootes hängend, dem Aufspüren von Gegenständen und Personen unter Wasser. Zum zweiten Blaulicht-Stammtisch habe das Technische Hilfswerk (THW) eingeladen. Treffpunkt war laut Eymann der gemeinsame Stand der Fördervereine der Feuerwehr und des THWs beim Altstadtfest. Das dritte und letzte Treffen 2017 gab es auf dem Weihnachtsmarkt. „Dabei haben wir den neuen Leiter der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes in Speyer, Witali Kopp, kennengelernt“, informiert der Brandamtmann. Teilnehmer an den Stammtischen sind nach Eymanns Auskunft neben der Feuerwehr, dem THW und dem DRK auch die Polizei sowie Dr. Jens Dietrich, einer der leitenden Notärzte bei der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) Sanität der Stadt. In diesem Jahr soll zu der Runde das Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr in Speyer, eine Reservistenorganisation, mit hinzukommen. Außerdem gebe es nach wie vor einmal im Jahr eine Stabsrahmenübung auf Landesebene, betont der Wehrmann. Die Zusammenarbeit der Rettungsdienste in Speyer funktioniere im Regelfall schon ganz gut, schätzt Eymann die aktuelle Situation positiv ein. Als Beispiel nennt er die gemeinsame Erarbeitung von Sicherheitskonzepten für das Feuerwerk „Altpörtel in Flammen“ und für den Weihnachtsmarkt, wie es in vergangenen Jahr erstmals umgesetzt worden war (wir berichteten). Der Blaulicht-Stammtisch soll dazu beitragen, damit außer auf dem Gebiet der Prävention auch auf dem Feld des Krisenmanagements zunehmend Erfolge zu verzeichnen sind, sagt er. Nils fragt

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