Speyer Resolution: Gemeinderäte unterschreiben

Placeholder-Image

HANHOFEN/DUDENHOFEN. Die Räte von Hanhofen und Dudenhofen haben in ihren Sitzungen in der vergangenen Woche Resolutionen unterschrieben. Wie berichtet, sollen in Philippsburg für den Rückbau des Kernkraftwerkes ein Abfalllager und ein Reststoffbearbeitungszentrum für schwach- und mittelradioaktive Stoffe gebaut werden. Allerdings will Kernkraftwerksbetreiber EnBW beides ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und Umweltverträglichkeitsprüfung umsetzen.

Stellvertretend für den Ortsgemeinderat Hanhofen haben die Fraktionsvorsitzenden eine Resolution gegen den Bau eines Abfalllagers und eines Reststoffbearbeitungszentrums sowie den laufenden Betrieb des Atommüll-Zwischenlagers unterschrieben. Barbara Grundhöfer (CDU) vermisste in den Plänen zum beabsichtigten Rückbau des stillgelegten Meilers und der Lagerung der Teile, die öffentliche, nachvollziehbare Transparenz, Andreas Wehrmeister (SPD) bekundete mit der Resolution seine Solidarität mit Philippsburg und den umliegenden Gemeinden. Der Resolution mochten sich im Dudenhofener Ortsgemeinderat drei Ratsmitglieder nicht anschließen, drei enthielten sich. Der Kernsatz der Resolution: „Die bisher von der EnBW vorgelegten Informationen zu Emission und zum Betrieb der Einrichtungen sind völlig unzureichend und nicht aussagekräftig.“ Wilhelm Kannegießer (SPD) war der Text zu allgemein, „nach dem St.-Florian-Prinzip“, zu wenig wissenschaftlich begründet geschrieben. Werner Löffler (SPD) ist grundsätzlich gegen Resolutionen. Zudem: „Der Rat sollte sich auf die Belange von Dudenhofen beschränken.“ Reinhard Oelbermann (CDU) unterschrieb „aus Solidarität mit Philippsburg“. Jürgen Creutzmann (FDP) wollte das Papier direkt an die Landesregierung Baden-Württemberg, Mehrheitseigner des Energieversorgers EnBW, schicken. (län)

x