Speyer Rentner sorgt sich um Sicherheit
Pirmin Heil aus Dudenhofen ist 83 Jahre alt – und er macht sich Gedanken über Dudenhofen. Aktuell beschäftigt ihn die Straßenführung in der Landauer Straße, Richtung Harthausen. Er hält den Verlauf der Fahrbahn für gefährlich und sagt: „Die Kurve ist doch knallhart im Weg.“
Pirmin Heil hat sich, wie viele andere Dudenhofener, über die falsch eingezeichnete Einfahrt vom Hofgraben in die Landauer Straße beklagt. Das Problem ist seit elf Tagen behoben: „13 Wochen hat’s gedauert, bis das korrigiert wurde“, sagt er und fragt: „Wo war denn da die Bauabnahme? Warum musste das Volk erst rebellisch werden?“ Die Sache ist Geschichte, aber ein anderes Problem treibt ihn vor allem mit Blick auf die nahende dunkle Jahreszeit weiter um. Und zwar der Verlauf der Landauer Straße zwischen der Spargelfrau und der Brücke in Fahrtrichtung Harthausen. Der Rentner sagt, die Stelle müsse man unbedingt sicherer machen. Denn für Auto- oder Lastwagenfahrer, die bei Dunkelheit oder Nebel unterwegs seien, komme der Bogen, den der Radweg vor der Brücke mache, überraschend: „Da könnten die Fahrer an die Bordkante dranknallen“, sagt er und verweist auf die Richtung der Flucht. Er habe außerdem schon oft beobachtet, wie Lastwagen mit Anhänger beim Einbiegen sehr schief auf der Straße stehen müssten. Mehr noch als den Auto- und Lkw-Fahrern gilt seine Sorge den Radfahrern: Heil findet, dass die Stelle für aus Richtung Harthausen kommende Radfahrer eine große Gefahr darstelle: „Die Radfahrer fahren direkt auf die Lkw zu. Das ist allein optisch schon irritierend. Bei Dämmerung kann das hochgefährlich sein. Deswegen ist eine trennende Leitplanke erforderlich“, findet er. Der Schutz sollte an beiden Seiten des Radweges, beginnend hinter der Spargelfrau bis zur Speyerbach-Brücke, gebaut worden, schlägt er vor. Am besten wäre es, wenn zwei Leitplanken übereinander stünden. Der Landesbetrieb Mobilität, der für diese Landesstraße zuständig ist, sieht die Notwendigkeit nicht, auch Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) verweist darauf, dass man der Situation angepasst fahren müsse. Nicht ohne Humor bringt Heil indes noch eine andere Idee ein: „Mein Exklusiv-Vorschlag ist: Eine separate Fahrradbrücke neben der Brücke. Und wenn mich jemand fragt, wie man das finanzieren soll, sage ich: ,Mit dem hinausgeworfenen Geld’.“ Zudem regt Heil an, dass zum Bach hin ein Schutzgitter aufgebaut wird: „Dass die Kinder nicht in den Bach abrutschen“, wie er sagt. Ortsbürgermeister Eberhard sieht an dieser Stelle keinen Handlungsbedarf. Er sagt, dort sei ja kein Kinderspielplatz und man könne ja nicht die ganze Natur einzäunen. Und dem „Exklusiv-Vorschlag“ einer eigenen Fahrradbrücke hält er entgegen: „Das würde vorneweg 100.000 Euro kosten, außerdem ist das Gelände hinter dem Bach privat.“ Heil, der Ende Juni in der Berghauser Straße einen Unfall mit dem Fahrrad hatte, sagt mit Blick auf diese Erfahrung: „Die Gefahr der ausfahrenden Fahrzeuge auf den Fahrradweg kann Folgen haben.“ Er plädiert deswegen dafür, dass die Hecken entlang des Radweges gestutzt werden und die Mülltonnen nicht auf dem Radweg, sondern an den Einfahrten abgestellt werden. Beim Punkt Überwuchs stimmt Ortsbürgermeister Eberhard den Anmerkungen von Heil zu: „Da hat er Recht. Das gebe ich an den zuständigen Beamten vom Ordnungsamt weiter.“ Allerdings sei es auch so, dass er gerade Anlieger beim Heckenschnitt gesehen habe. (snr)