Speyer Rennbahn soll renoviert werden

Einstimmig hat der Ortsgemeinderat Dudenhofen bei seiner Sitzung am Donnerstag vorzeitig den Pachtvertrag mit dem Radfahrverein um weitere 25 Jahre verlängert. Mit der Einschränkung: „Vorbehaltlich der tatsächlichen Durchführung der Sanierung und Renovierung der Radrennbahn.“
In dem Zuschussantrag an die Ortsgemeinde schätzt der Radfahrverein 08 die Kosten der Generalüberholung der „Badewanne“ auf rund 800.000 Euro. Von der Summe will die Kommune 7,5 Prozent, also etwa 60.000 Euro übernehmen. Mit am Tisch eines ersten Gesprächs saßen Vertreter des Innenministeriums, der Kreisverwaltung, des Bundes deutscher Radfahrer, der Gemeinde und der Vorstand des Radfahrvereins. Der Eindruck von Bürgermeister Peter Eberhard (CDU) zur Zielvorgabe des Treffens: „Um die weltweit beste Betonbahn als Stützpunktbahn zu erhalten und weiterhin eine internationale Nutzung zu ermöglichen, ist dringend eine Sanierung des Fahrbahnbelags notwendig.“ Durch die Unterschrift unter den Pachtvertrag habe die Gemeinde die erste Vorbedingung erfüllt. Die zweite, die Gewährung des Zuschusses, knüpfte er an entsprechende Finanzierungszusagen der restlichen Beteiligten. Die vorläufige Verteilung der Anteile, aufgelistet von Jürgen Creutzmann (FDP): Land 50 Prozent, Sportbund 30 Prozent, Kreis und Gemeinde jeweils 7,5 Prozent, Radfahrverein 5 Prozent. Auch für Creutzmann sind 800.000 Euro „ein großer Betrag“. Davon 60.000 Euro könne sich Dudenhofen ohne weiteres leisten. Zumal Bekanntheitsgrad und Image der Spargelgemeinde eng mit dem RV 08 und den Rennen in der Badewanne verbunden seien. Zögen die anderen Geldgeber nach, stünde als Arbeitsbeginn auf dem Zeitplan das Jahr 2015. In Creutzmanns Windschatten fuhr Reinhard Burck (Grüne) Tandem: „Klares Ja zu dem Vorhaben und dem Zuschuss – ohne wie der Kollege weit auszuholen.“ Der Zuschussantrag der katholischen Pfarrgemeinde in Sachen neue Heizung in der Kirche St. Gangolf sprengte das geschlossene Fahrer-Feld. Ein Ratsmitglied stieg aus, sagte Nein, drei enthielten sich der Stimme. Kalkuliert ist der Heizungs-Einbau mit 200.000 Euro. Die Hälfte überweist die Diözese, 100.000 Euro sind von der Kirchenstiftung zu tragen. An diesen Kosten beteiligt sich die Ortsgemeinde mit 10 Prozent, also 10.000 Euro. (län)