Speyer Reifenkiller und Rennstrecken

Dudenhofen. Natürlich haben sich viele Dudenhofener auch schon die am Mittwoch für den Verkehr ohne Einschränkungen freigegebene Landauer Straße angeschaut, wo im südlichen Teil die Verkehrsführung verändert wurde. Roland Gödel hat dabei einen Schwachpunkt ausgemacht: die Verkehrsinsel vor den Abzweigungen zur Berghauser und Harthauser Straße. Die sei ein „potentieller Reifenkiller“, sagt Gödel. Wer aus Richtung Ortsmitte dort vorbeifahre, könne sich leicht seinen linken Hinterreifen beschädigen, weil die spitze Betonkante weit in die Fahrbahn hineinrage. Gödel hat die Kante genau betrachtet und festgestellt, dass dort offenbar schon einige Autos drübergefahren sind. Der Dudenhofener hat auch einen Lösungsvorschlag: Die Kantenspitze sollte entfernt und die Kante abgerundet werden. Ansonsten ist er mit der Straßenführung aber zufrieden, „ein, zwei Zebrastreifen wären vielleicht noch schön“. Handlungsbedarf sieht Gerhard Foltz bei der Einfahrt zu den Supermärkten beim ehemaligen Walter-Gelände. Dort sei nicht klar, wo die öffentliche Straße ende und wo der Parkplatz beginne. Auf der Straße gelte Tempo 30 und „dann meint jeder, er müsse mit 30 bis ans andere Ende des Parkplatzes fahren“. Dabei müsse man auf dem Parkplatz doch im Schritttempo unterwegs sein. Foltz wünscht sich an dieser Stelle eine bessere Kennzeichnung. Walter Franke bringt indes ein Thema aufs Tapet, das die Ortspolitik seit Jahren beschäftigt: die Kreuzung, wo Neustadter, Speyerer, Landauer und Gommersheimer Straße aufeinandertreffen. Er plädiert hier zur besseren Verkehrsführung für einen Kreisel, dessen Mitte gepflastert werden solle, damit größere Gefährte diese mitnutzen könnten. Franke weiß, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) diesen Vorschlag schon abgelehnt hat. Den Dudenhofener überzeugt die Position des LBM aber nicht. In Neulußheim gebe es in der Ortsmitte einen solchen Kreisel. Und die Kreuzung dort habe ähnliche Ausmaße wie die in Dudenhofen. Franke stört außerdem die Verkehrsregelung nach der Abfahrt der B 39 in den Boligweg. Der Boligweg mündet in die Hauptstraße, wo die Autos Vorfahrt haben. Für Franke ist das nicht nachvollziehbar: „Aus dem Boligweg kommen 30 Autos in der Zeit, in der auf der Speyerer Straße mal ein Auto gemütlich daherkommt. Und auf diesen einen müssen die 30 Autos warten.“ Den Dudenhofener stört auch der Pflanzkübel, der dort abgestellt ist, weil er die Straße verenge, was zu gefährlichen Situationen führen könne, wenn dort beispielsweise ein Bus oder Lastwagen fahre. Eine kritische Stelle hat er auch in der „unübersichtlichen Kurve“ der Speyerer Straße bei der alten Sparkasse ausgemacht. Dort müsste aus seiner Sicht Tempo 30 gelten. Thomas Löffler wohnt in der Speyerer Straße schräg gegenüber der Tankstelle an der Auffahrt zur B 39. Er ist vom Verkehr in seiner Straße genervt: „Es ist eine Rennstrecke.“ Nicht nur, dass die Autos zu schnell unterwegs seien und die Lkw nachts um 2 Uhr durchdonnerten; es gebe auch immer wieder Schäden, weil geparkte Autos angefahren werden. Auf 16.500 Euro summiere sich der Schaden an seinen Autos mittlerweile, sagt Löffler. „Der Polizei und dem Landesbetrieb Mobilität ist bekannt, dass dies der Schwerpunkt schlechthin ist“, sagt Löffler – und fordert Tempo 30. FDP-Ortsgemeinderatsmitglied Jürgen Creutzmann hört Löfflers Beschwerde und erklärt ihm: „Das bestehende Recht lässt Tempo 30 auf Landesstraßen nicht zu.“ Die Speyerer Straße ist Landesstraße. Löffler sagt, er wolle weiter für Tempo 30 in der Speyerer Straße kämpfen. (snf/snr)