Speyer Reibungsloser Übergang

Turnier: Dudenhofen/Schifferstadt (rot) gegen Waldsee.
Turnier: Dudenhofen/Schifferstadt (rot) gegen Waldsee.

«Dudenhofen.» Personeller Umbruch mit Verjüngung gelungen, Saisonziel mit Platz fünf erreicht – Arnd Bäuerle übergibt seinem Nachfolger als Trainer der Pfalzliga-Handballerinnen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt, Jan Burgard, eine funktionierende Mannschaft.

„Ich wünsche mir, dass wir mit viel Begeisterung spielen, dies von vielen Zuschauern honoriert wird und wir eine gute Platzierung erreichen“, formuliert Burgard seine Vorstellungen. Er stammt aus Wernersberg, spielte beim dortigen TSV, engagierte sich als Trainer im Nachwuchs- und Aktivenbereich. Der 48-jährige frühere Linkshänder, der aktuell in Herxheimweyher lebt und in einem Herxheimer Architekturbüro arbeitet, begann mit 15 Jahren, beim Nachwuchs zu coachen. Zuletzt betreute er zwei Jahre lang die Damen des TV Hauenstein, ist daher über die Pfalzliga und sein neues Team, gegen welches er mit dem TVH zuletzt zweimal verlor, informiert. „Ich kenne Arnd Bäuerle gut“, sagte Burgard. Als im Frühjahr der Kontakt zustandekam, entstand rasch eine Vertrauensbasis. Das auf die eigene Jugendarbeit ausgerichtete Konzept der HSG und die guten Perspektiven gefallen ihm. Bislang bereute er seine Entscheidung nicht. Burgard schätzt die guten Möglichkeiten und die gute Organisation, auch die Harmonie in der HSG. Mit Antje Wilde (VTV Mundenheim) und Nadine Lehr hörten beide Torfrauen auf. Selina Henrich (SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam) und die frühere Mannheimerin Jennifer Adar bilden das neue Duo zwischen den Pfosten. Bianca Gerner, die noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laboriert, könnte im Notfall auch im Tor spielen. Mit Christine Heller und Sabrina Kiese beendeten zwei weitere erfahren Kräfte ihre Laufbahn. Sarah Schott zieht sich wegen ihrer beruflichen Belastung in die zweite Mannschaft zurück, und Mareike Weinacht steht aus ähnlichen Gründen bis Anfang kommenden Jahres nicht zur Verfügung. Mit Katja Brill (Rückraum Mitte und Kreis) kehrt eine sehr erfahrene Spielerin zurück, und aus dem zweiten Team rückt Hanna Riederer (Linksaußen) auf. Die erste Phase der Vorbereitung, in der es um Fitness und Ausdauer ging, bestritten erstes und zweites Damenteam noch gemeinsam. Anfang August verkleinerte Burgard den Kader von 24 auf 18 Akteure: „Ich habe mich dabei schwergetan. Denn viele Spielerinnen befinden sich auf einem Level.“ Die Trainingsbeteiligung war hoch, die Motivation groß. Jetzt gilt es, die Feinabstimmung vorzunehmen. Das Angriffspotenzial schätzt er insbesondere im Rückraum als gut ein. Aber im temporeichen Spielaufbau will er die Zahl der Ballverluste verringern. Zur bisherigen 6-0-Abwehr lässt Burgard mit dem 5-1 eine weitere offensivere Variante einstudieren. Um die Routiniers Brill und Sandra Bäuerle herum will er die Mannschaft gruppieren und verfügt dabei nach eigener Aussage über viele Möglichkeiten. Für Burgard gibt es keine klaren Favoriten. Er erwartet, dass in der ausgeglichenen Liga fünf bis sechs Teams den Titel unter sich ausmachen und zählt Ruchheim, Wörth, Lingenfeld/Schwegenheim, Heiligenstein und auch seine Formation dazu.

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