Handball
Regionalliga: HSG Dudenhofen/Schifferstadt erwartet Tabellenführer SG Zweibrücken
Für zwei der Gastgeber ist es ein sehr besonderes Ereignis. „Ich bin ich der festen Überzeugung, dass wir uns am Wochenende ganz anders präsentieren, auch präsentieren müssen gegen einen starken Gegner“, ist für HSG-Übungsleiter David Oetzel die letzte nicht überzeugende Vorstellung der Seinen beim 30:33 bei HB Mülheim-Urmitz abgehakt.
Er kennt den seit Jahren zusammen agierenden Kern der Zweibrücker Formation gut, weil er selbst wie Christopher Huber in der Westpfalz zum Ball griff und zwei Jahre mit Akteuren wie Philipp Hammann, Nils Wöschler oder Tom Grieser unter anderem in der dritten Liga auf Torjagd ging. „Das ist für mich kein Match wie jedes andere“, berichtet Goalgetter Huber von seiner eher schwierigen Gefühlslage.
Huber zwiegespalten
„Einerseits freue ich mich darauf. Andererseits gibt es auch eine gewisse Anspannung. Schließlich will ich gegen meine früheren Kollegen gut spielen.“ Huber (27) stammt aus Thaleischweiler und wechselte bereits als Nachwuchsmann zum damaligen SV Zweibrücken, zusammen mit der VT einer der Vorgängervereine der heutigen Spielgemeinschaft.
Er spielte dort sechs Jahre teilweise auch in der dritten Liga. Nach einer Verletzung entschied sich der Rückraumakteur 2022 für die Panther, wo sein Kumpel Oetzel das Traineramt übernahm. Huber studiert in Landau für das Lehramt an Grundschulen und hat seinen Bachelor in der Tasche. Nächstes Ziel ist der Masterabschluss.
Gerbes zurück
Mit Oetzel lebte er in der Gartenstadt in einer Wohngemeinschaft. „Viermal pro Woche nach Zweibrücken zu fahren, das wurde zu viel“, kam ihm die Offerte der HSG gerade recht. Mit dem Rundenstart des Aufsteigers ist er trotz der Schwankungen angesichts von 4:4 Zählern ganz zufrieden. „Ich hoffe am Samstag auf zwei Punkte. Aber dann müssen wir auf unsere bisher beste Leistung beim Sieg in Kastellaun noch eine Schippe drauflegen“, weiß Huber um die Schwere der Aufgabe gegen seine ehemaligen Mitspieler.
Der neue Zweibrücker Trainer Martin Schwarzwald entfachte laut Oetzel eine Euphorie, die bisher makellose 8:0 Punkte einbrachte. Für ihn liegen die Stärken der Zweibrücker in der aggressiven 3-2-1-Abwehr mit starken Torstehern und dem hervorragenden Tempospiel. „Wir müssen unsere technischen Fehler und vor allem unsere Fehlwürfe minimieren, um eine Chance zu haben“, sagte er. Noel Korn kehrt genauso in den HSG-Kader zurück wie der am vergangenen Wochenende kurzfristig erkrankte Dominic Gerbes.