Speyer Raus mit der Matratzen-Maus

Etwa zehn Kubikmeter Müll haben 30 Männer, Frauen und Kinder am Samstagvormittag in Harthausen gesammelt. Auch ein tierischer Gast war dabei, der allerdings nicht mitgeholfen hat.
Was war das? Als die Helfer am Samstag eine in Plastikfolie eingepackte Kindermatratze auf den Anhänger warfen, bewegte sich etwas: Eine Maus huschte heraus. Das Tier fuhr die ganze Zeit auf dem Anhänger durch die Gemarkung mit und versteckte sich im Müll, den die Freiwilligen aufgesammelt hatten. An der Grillhütte angekommen, wurde der Müll in einen Container umgeladen. Ihres Verstecks beraubt, sprang die Maus vom Anhänger und verschwand blitzschnell im Wald. Die Matratze war nicht der einzige außergewöhnliche Fund bei den Aufräumarbeiten am Dreck-weg-Tag: ein noch gültiger Personalausweis, ausgestellt von der Verbandsgemeinde Dudenhofen, wurde ebenfalls gefunden. Ansonsten: Hundekot, Plastiktüten, mit Hundekot gefüllte Plastiktüten. Den Traktor mit dem Müllanhänger fuhr Ortsbürgermeister Harald Löffler (CDU), ihm halfen vor allem Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins sowie der Ortsbeigeordnete Günter Gleixner und sein Vorgänger Klaus Bachmeier und einer der Jagdpächter. Auch neun Asylbewerber aus Afghanistan, Eritrea und dem Irak waren unter den Helfern. Ortsbürgermeister Löffler erklärte den Asylbewerbern: „Nein, keine Steine in den Container werfen, die können später nicht verbrannt werden“, was der 20-jährige Afghane Safi Abdulazim Khan, der schon zwei Jahre in Deutschland ist und gut Deutsch spricht, übersetzen konnte. Mit dabei war auch Gerhard Flörchinger vom Arbeitskreis Asyl. Nach getaner Arbeit konnten sich die Helfer beim Natur- und Vogelschutzverein stärken. Es gab Wurstsalat mit Pommes, für die Muslime Rindswurst. (cor)