Speyer Rat soll entscheiden

Noch keine Klarheit gibt es zu der Organisationsform, in der die Verlegung von Stolpersteinen in Erinnerung an Nazi-Opfer in Speyer organisiert werden soll. Für 4. Mai ist ein Gespräch dazu terminiert.
Der Initiative eines Kreises von Stadtführern hat der Stadtrat im Dezember zugestimmt; seither laufen die Vorbereitungen. Vorgesehen ist – wie berichtet –, dass die Initiatoren sich als eine Art Bürgerinitiative einbringen, die Stadtverwaltung allerdings als Ansprechpartnerin und als Unterstützerin mitwirkt. „Wir wissen, was wir wollen, die Stadt prüft derzeit“, so Stadtführerin Jutta Hornung. Ihr Vorschlag: Die Stadt wickelt das Finanzielle ab. Die vor den früheren Häusern der Opfer verlegten Steine sollen über Spenden finanziert werden. Die Rede ist von geschätzt 80 bis 100 Steinen, die jeweils 120 Euro kosten würden. Am 4. Mai werden sich die Initiatoren mit Vertretern der Stadt beraten. „Auch die politische Seite und die Hauseigentümer werden einbezogen“, so Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU), der eine Stadtratsentscheidung ankündigt. Die Stadtverwaltung werde dafür nach den Gesprächen eine Vorlage erstellen. Im Rathaus wäre der Bereich „Kultur, Marketing, Kommunikation“ unter Matthias Nowack zuständig. Es werde weitere Ideen zur Erinnerungskultur geben, so Eger. Er nennt unter anderem einen zentralen Gedenkort für nicht-jüdische Nazi-Opfer. Jutta Hornung kündigt monatliche Treffen der Initiativgruppe an. Es gebe schon viele interessierte Spender. Eine Verlegung sei wohl frühestens Anfang 2018 möglich. |pse