Speyer
Radsport: 600 Fahrer kommen nach Dudenhofen
Der bei Fußball- und Radsport-Veranstaltungen meistens gut belegte Parkplatz zwischen Vereinsheim sowie Rasenplatz des FV Dudenhofen und vor der Badewanne des RV 08 wird am Samstag, 27. Juli 2019, vermutlich überquellen – mit Radfahrern aus ganz Deutschland.
Über 600 werden hier in der Reihenfolge ihres Eintreffens am abschließenden Tag des am 20. Juli in Neustadt an der Weinstraße beginnenden und endenden Bundes-Radport-Treffens verköstigt werden und dann wieder in die Pedalen treten.
Diese Zusammenkünfte gibt es seit 1950. Sie werden 2019 erstmals in der Pfalz ausgetragen, überwiegend auf Feld- und Waldwegen, aber auch auf Landstraßen. Die Radwanderer und Mountainbiker fahren in 20-er Gruppen – darunter auch Sehbehinderte auf Tandems – vom Startplatz in Neustadt-Böbig aus über das Hambacher Schloss in Richtung Hanhofen und Harthausen zum ersten Tageskontrollplatz nach Dudenhofen.
Zurück über Lingenfeld
Dort soll die erste Gruppe etwa um 9.15 Uhr eintreffen und nach der Verköstigung von dort aus über Berghausen, Heiligenstein, Mechtersheim nach Lingenfeld zur zweiten Kontrolle rollen. Ab da geht es über weitere Stationen zurück nach Neustadt.
Die Tagesstrecken führen über maximal 149 Kilometer, außer bei der Eröffnung am 21. Juli. Für diesen Sonntag angesetzt sind 197 km mit 2786 Höhenmetern. Diese Etappe führt auch durch das Elsass.
Hieber organisiert
Organisator des ersten Bundesradsport-Treffens in der Pfalz ist Franz Hieber (65). Er ist der Breitensport-Beauftragte des Pfälzischen Radfahrer-Verbandes, wohnt in Neustadt, ist Vorsitzender und Touristikwart des RV Edelweiß Lustadt. Im RHEINPFALZ-Gespräch berichtet er über „viele Helfer aus pfälzischen Radsport-Vereinen“, darunter auch vom RV 08 Dudenhofen.
Dessen Vorstandsmitglied Janet Salmon, Mutter des angehenden Rad-Profis Martin Salmon vom Sunweb-Development-Team, ist für die Kost zuständig. Die bestehe, sagte Pfalz-Organisator Hieber, „überwiegend aus mit Wurst und Käse belegten Broten und Brötchen“.
Angebot für alle
Vorgänger des Bundes-Radsport-Treffens, wortspielerisch auch angekündigt als „Buntes Radsport-Treffen“, war bis 2001 das Bundestreffen der Wanderfahrer. Ab 2002 wurde es umbenannt, laut Gesamtveranstalter Bernd Schmitt aus Kiel, „um das Interessenangebot breiter zu fächern und damit alle Radsportler und Radsportlerinnen anzusprechen“.