Speyer
Römerberg: Rat wünscht sich Radwege
Mehr Radwege in und um Römerberg – das wünschen sich alle Fraktionen im Ortsgemeinderat. Zwei mögliche Wege sind dort am Dienstagabend Thema gewesen. Doch bis sie gebaut werden können, sind dicke Bretter zu bohren.
Schon seit Jahren wird auf einen Radweg zwischen den beiden S-Bahn-Haltepunkten in Berghausen und Heiligenstein hingearbeitet. Für Verzögerungen sorgten der Ankauf von Grundstücken und die nötige Koordination mit der Deutschen Bahn – insbesondere auch die Frage, was die geplante Bahnunterführung für den Radweg bedeutet. Für CDU-Sprecher Mathias Müller sind die ursprünglichen Pläne, den Radweg südlich des Berghausener S-Bahn-Haltepunkts entlang der neuen Trasse hin zur geplanten Unterführung zu bauen, untauglich. Dadurch müssten Radfahrer einen großen Umweg fahren. Es sei zu befürchten, dass sie stattdessen die Germersheimer Straße nutzten. Stattdessen soll der Radweg direkt an den Bahngleisen entlangführen. Dafür hat die Ortsgemeinde auch bereits Grundstücke gekauft. Der größte Teil der Trasse gehört der Bahn, die zustimmen muss, dass die Ortsgemeinde diese zum Rad- oder Wirtschaftsweg ausbaut.
Da die Verwaltung bisher laut Müller mit der Bahn stets über die gesamte Fläche, die zum Bau der Bahnunterführung nötig ist, geredet hat, beantragte die CDU, beide Themen zu trennen und zunächst nur die Trassenführung für einen Radweg zwischen den S-Bahn-Haltepunkten zu verhandeln. In einem ersten Schritt soll dies für einen Teilabschnitt zwischen Dudenhofener Straße und Schänzelweg passieren. Wenn die Unterführung komme, müsse eben ein kleiner Teil des Wegs wieder entfernt und durch eine Brücke – vorzugsweise aus Aluminium – ersetzt werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Schlechte Karten für Heiligenstein
Noch weiter von der Umsetzung entfernt ist ein Radweg entlang der L507 zwischen Heiligenstein und Lingenfeld. Nach dem Sachstand erkundigte sich die SPD-Fraktion. Weil der Landesbetrieb Mobilität (LBM) dafür bisher keine Notwendigkeit sah, könnte – so die Hoffnung der Ortsgemeinde – ein Wirtschaftsweg als Teil einer Flurbereinigung des Geländes zwischen Landesstraße und Bahnlinie gebaut werden. Doch auch dafür stehen die Karten schlecht, wie Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) erläuterte. Das zuständige Landesministerium genehmige derzeit keine weiteren Flurbereinigungsverfahren. „Wir müssen umdenken“, lautete sein Fazit.
Günter Walburg (CDU) berichtete, dass er wegen dieses Themas Kontakt zu Staatssekretär Andy Becht (FDP) hatte. Dieser habe angekündigt, den LBM zu bitten, eine Aufnahme eines Radwegs entlang der L507 in den Investitionsplan der nächsten Jahre zu prüfen. Hier sollte die Ortsgemeinde seiner Ansicht nach Ende des Jahres nachhaken. Für Kurt Kögel (Grüne) ist ein solcher Weg schon alleine aus Gründen der Sicherheit notwendig: „Es gab dort schon Tote“, sagte er.