Speyer
Römerberg: Neugeborenen-Empfang der Ortsgemeinde kommt gut an
„Momentan ist es nicht einfach, an Kita-Plätze heran zu kommen“, sagt Norman Biernat (27). Frühzeitig Möglichkeiten auszuloten, ist für ihn und seine Partnerin Saskia Winter (20) daher ein Muss. Eine gute Gelegenheit dazu bot sich am Donnerstagnachmittag in der Mensa der Grundschule Berghausen.
Der Neugeborenen-Empfang, den die Ortsgemeinde alljährlich ausrichtet, hat sich in der Vergangenheit als hilfreiche Informationsquelle für junge Eltern entpuppt. Die Erfahrung ist ganz offensichtlich weitergetragen worden. Viele Mütter und Väter nutzten die Chance und kamen zum Empfang in die Mensa, um die Angebote auszuloten, die die Gemeinde für den Nachwuchs vorhält und die darüber hinaus angeboten werden.
Vertreterinnen der örtlichen Kitas, der Mediathek und der Spezialambulanz des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses sowie der Frühen Hilfen und aus dem Bereich Logopädie waren vertreten. „Unsere Anwesenheit wird positiv auf- und wahrgenommen“, berichtete die Logopädin Maren Broich im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Den Neugeborenen-Empfang findet sie sinnvoll, denn so könnten sich alle Eltern an einem neutralen Ort direkt kennenlernen. „Das führt dazu, dass sie sich leichter trauen, aufeinander zuzugehen, wenn sie sich im Ort begegnen“, hat Broich bereits festgestellt.
Schnell in Gemeinde integriert
Das Kennenlernen untereinander war der Hauptgrund, der Tobias und Annabelle Uhrig dazu veranlasst hatte, der Einladung zum Empfang zu folgen. Seit vier Jahren wohnt das Ehepaar in Römerberg und hat nun Nachwuchs bekommen. Acht Monate ist Sohn Tobias alt. Wie schnell die Familie in der Gemeinde integriert worden ist, hat Papa Tobias Uhrig imponiert. Seine Frau nennt weitere Vorzüge von Römerberg: „Es ist alles da, was man braucht. Metzger, Bäcker, eine Zuganbindung und Natur zum Spazierengehen.“
Der Mix aus dörflichem Leben und der Nähe zur Stadt gefällt Biernat und Winter – beide Mitglieder der Feuerwehr in Römerberg – ebenfalls besonders. Bei Kaffee und süßen Teilchen versuchten sie an dem Nachmittag, ihrem Ziel, einen Krippenplatz für den Nachwuchs zu ergattern, näher zu kommen.
Premiere feierten nicht nur viele Eltern beim Neugeborenen-Empfang. Auch für Beigeordnete Simone Hoffner (Grüne) war es das erste Mal, dass sie die Kleinen offiziell in der Gemeinde begrüßen durfte. „Ich habe das Gefühl, dass das Angebot von den Eltern wahrgenommen wird“, sagte sie auf Nachfrage. Hoffner sieht die Einladung als Wertschätzung und als Möglichkeit, den Gemeinschaftssinn auszubauen.
Römerberg ist zwischen März und Oktober um 53 neue Erdenbürger – 26 Mädchen und 27 Jungs – gewachsen. Ein Handtuch, das Geschenk für alle Familien, dokumentiert unverkennbar die Herkunft der Kleinen: „Römerberger Nachwuchs“ ist darauf zu lesen.