Speyer
Römerberg: Nächste Schritte Richtung Kita und Trainingshalle
Wie Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) auf eine CDU-Anfrage in der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung mitteilte, komme für die Kita entweder Fertigmodulbauweise – wahlweise nach Art der Kita Sandhase in Dudenhofen oder nach Art der Kita Farbklecks in Speyer – oder Massivbauweise in Frage. Je nachdem koste der Bau voraussichtlich zwischen 2,1 und 2,9 Millionen Euro. „Eine Liste der Firmen, die in Frage kommen liegt vor“, sagte Hoffmann. Die Speyerer Kita Farbklecks sei in einem Zeitraum von zehn Wochen gebaut worden, gab der Bürgermeister ein ungefähres Zeitfenster vor, mit dem bei Fertigbauweise zu rechnen sei. Hoffmann betonte außerdem zum wiederholten Mal: „Es wird keine Container-Kita.“ Genauere Spezifikationen für die geplante fünfgruppige Einrichtung sollen bei der nächsten Sitzung von Bau- und Hauptausschuss festgelegt werden, voraussichtlich im März.
Kommunale Kita wäre Novum
Wie die Ortsbürgermeister gegenüber der RHEINPFALZ bestätigt, sei denkbar, dass die neue Kita in kommunaler Trägerschaft betrieben wird. Für Römerberg wäre das ein Novum, sind doch alle sechs bestehenden Kindergärten – außer das private Kinderland Sternschnuppe – in kirchlicher Betriebsträgerschaft. „Ja, dieser Punkt muss angesichts des Gute-Kita-Gesetzes diskutiert und entschieden werden“, sagt Hoffmann. Hintergrund sei unter anderem, dass das Gesetz beispielsweise flexiblere Öffnungszeiten verlange. „Das können wir vom Ansatz her in einer Kita in kommunaler Trägerschaft auch gewährleisten. Aber wir befinden uns noch in der Diskussion“, so der Bürgermeister.
Hoffnung auf Zuschüsse
Die Übungshalle für Sportvereine, die unmittelbar neben der neuen Kita gebaut werden soll, ist laut Hoffmann bei der Kreisverwaltung in diesem Jahr noch rechtzeitig vor 1. Februar für mögliche Fördergelder angemeldet worden. Laut CDU könne die Ortsgemeinde bis zu 40 Prozent Zuwendungen vom Land erhalten. „Deshalb ist es uns wichtig, dass das Anmeldungsverfahren zügig und termingerecht durchgeführt wird, denn Römerberg kann auf solche Fördergelder nicht verzichten“, sagte CDU-Ratsmitglied Günter Walburg. „Der Sportstättenbeirat des Rhein-Pfalz-Kreises tagt üblicherweise am Ende des Jahres und berät über die vorliegenden Zuschussanträge für den Bau aller Arten von Sportstätten“, informiert Hoffmann auf RHEINPFALZ-Anfrage weiter. „Wir wollten sicherstellen, dass wir dieses Jahr Teil des Verfahrens werden. Das heißt nicht, dass die Förderzusage schon dieses Jahr erfolgt. Aber wir haben zumindest die Chance, uns im Stapel der Anträge nach und nach hochzuarbeiten.“ Ebenfalls für eine solche Förderung wolle die Ortsgemeinde ein ganzjährig nutzbares Tartan-Kleinspielfeld für den Schulsport anmelden, das auf dem gleichen Gelände entstehend soll.
Gespräche mit Anwohnern
Zum Bebauungsplan für die gesamte Fläche des ehemaligen Fußballplatzes fehle noch ein Lärmschutzgutachten. Außerdem gebe es Einsprüche von Anwohnern, die die Kita und die Sporthalle betreffen. Wie Hoffmann in der Ratssitzung sagte, würden diese den Bebauungsplan aber nicht gefährden. „Der Plan lag öffentlich aus, und die Anwohner konnten Bedenken gegen den Gesamtplan einreichen. Das haben sie auch reichlich getan“, erklärt Hoffmann gegenüber der RHEINPFALZ. In folgendem Punkt hätten Anwohner recht gehabt: Da es sich nicht um eine Schulsporthalle handle, sei ein Lärmschutzgutachten notwendig, damit die Schutzmaßnahmen dann in die Baupläne einfließen könnten. „Die Gemeinde muss außerdem den Bedarf für die Halle nachweisen“, erklärt der Ortsbürgermeister weiterhin. „Da unsere Vereine schon in andere Gemeinden, ja sogar bis Ludwigshafen zum trainieren ausweichen müssen, ist dieser Nachweis nicht so schwer.“ Gleichzeitig kündigt Hoffmann an. „Ich werde nun die Einwohner zum Informationsgespräch und der Besprechung der Einwände einladen.“