Speyer Protest auf mehr Ebenen

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In Speyer formiert sich eine Front gegen die geplante Verlegung der Notdienstzentrale nach Germersheim.

Der Stadtrat soll auf Antrag der CDU eine Resolution gegen die Pläne verabschieden. Auch die niedergelassenen Ärzte wehren sich gegen die von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV) zum 1. April vorgeschlagene Regelung. Sie setzen auf Rücknahme des Vorhabens. „Der Stadtrat Speyer lehnt die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz beschlossene Angliederung der Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) Speyer an die BDZ Germersheim ab. Er fordert die KV dazu auf, auch nach dem 1. April die BDZ in Speyer mindestens im Umfang der bisherigen Öffnungszeiten dienstbereit zu halten.“ So heißt es im Resolutionsentwurf für die nächste Ratssitzung am 16. März. „Wir gehen von einer einstimmigen Annahme aus“, sagte die stellvertretende Fraktionssprecherin Angelika Wöhlert (CDU) gestern. Wie mehrfach berichtet, hat die KV Mainz die Änderung im November 2015 beschlossen. Die BDZ Speyer soll nur noch mittwochs, 14 bis 24 Uhr, freitags, 16 bis 24 Uhr, samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 24 Uhr geöffnet sein. Alle Hausbesuche würden dann generell nur noch von Germersheim gefahren – in einem Gebiet von etwa 70 Kilometer Durchmesser. Ein Bereitschaftsarzt wäre nicht mehr schnell verfügbar, Patienten müssten verstärkt Notarztwagen anfordern oder in die – überlasteten – Notaufnahmen der Kliniken gehen und nach 24 Uhr nach Germersheim fahren. Auch die Zukunft der gut 20 Mitarbeiter der BDZ Speyer sei ungeklärt, heißt es in dem Textvorschlag. „Dies alles ist eine unzumutbare Entscheidung für die Menschen in Speyer und im Umland“, heißt es im Text. Die betroffenen niedergelassenen Ärzte hätten von den Plänen kurz vor Weihnachten erfahren. Eine vorherige Einbindung und Kommunikation habe es nicht gegeben, kritisiert Wöhlert. Nach RHEINPFALZ-Informationen wollen auch die niedergelassenen Ärzte beim KV-Beschwerdeausschuss Widerspruch gegen die Neuregelung der Versorgung einlegen. Gespräche mit dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus – Sitz der BDZ – seien geführt. Ein Kooperationsvertrag zwischen KV und Klinik über die Übernahme der ambulanten Versorgung existiert nach unseren Informationen noch nicht. Im Januar hatte ein KV-Sprecher dessen Vorbereitung angekündigt. Der Beschwerdeausschuss der KV tagt am Dienstag, 15. März. (ell) Einwurf

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