Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Platz der Kinderrechte: Neue Befürworter für Vogelgesang

Mögliches Vorbild: In Kaiserslautern ist 2020 der Stockhausplatz in „Platz der Kinderrechte“ umbenannt worden.
Mögliches Vorbild: In Kaiserslautern ist 2020 der Stockhausplatz in »Platz der Kinderrechte« umbenannt worden.

Die Debatte um einen „Platz der Kinderrechte“ in Speyer geht in die nächste Runde. Die Zustimmung für den Vorschlag des Kinderschutzbunds, diesen im Vogelgesang anzusiedeln, steigt.

Im Stadtrat und in dessen Ältestenrat wurde schon debattiert, aber von Einigkeit zum Vorschlag des Kinderschutzbunds, das Anliegen mit einer Zusatzbenennung für den Platz der Stadt Ravenna in die Öffentlichkeit zu bringen, waren die Akteure weit entfernt. Zuletzt waren noch CDU und SWG ausdrücklich kritisch, jetzt hat die Wählergruppe aber ihre Vorbehalte über Bord geworfen: „Nach einer intensiven Beratung und unter Abwägung aller Argumente haben wir uns entschieden, die Benennung des Platz der Stadt Ravenna zu unterstützen und hoffen auf eine baldige Abstimmung im Rat“, teilt Fraktionssprecherin Sarah Mang-Schäfer mit.

Die verschiedenen Vorschläge für einen Platz der Kinderrechte hätten für sich genommen alle ihre Berechtigung, so die SWG. Für den Vogelgesang sprächen aber viele Gründe, die die Fraktion inzwischen wie der Kinderschutzbund beurteile. Dazu gehörten die angrenzende Kita St. Markus, das Quartiersbüro, das Jufö-Mobil, die geplante Begegnungsstätte für Familien am Platz, aber auch dessen aktuelle Umgestaltung mit einer verbesserten Ausstattung sowie die Unterstützung von Stadtteilverein, Jugendstadtrat und Pestalozzischule.

Thema im Jugendhilfeausschuss

Ursprünglich habe die SWG gehofft, dem Thema Kinderrechte durch einen Platz mit einem einzigen Namen noch mehr Sichtbarkeit verleihen zu können, so Mang-Schäfer. Es gebe jedoch auch gute Gründe, die Zusatzbenennung für den Platz der Stadt Ravenna zu unterstützen. Das Thema steht auf der Tagesordnung des städtischen Jugendhilfeausschusses am Mittwoch (16.30 Uhr, Übertragung der Videokonferenz auf dem Gremienkanal der Stadt bei Youtube). In dieser Sitzung ist eine Empfehlung zu erwarten; die endgültige Entscheidung müsste im Stadtrat fallen, der am 21. Mai das nächste Mal tagt.

Am Montagabend wollte sich auch die CDU nochmals besprechen, die bisher eher der Ausweisung eines „Platzes der Kinderrechte“ im Umfeld des Hauses für Kinder St. Hedwig bei der Quartiersmensa Q+H zugeneigt war. Das sei auch weiterhin der Fall, so Fraktionschef Axel Wilke im Vorfeld auf Anfrage. Dennoch sei seine Fraktion natürlich auch für andere Argumente offen. Der Platz in Speyer-West hätte aus seiner Sicht vor allem den Charme, dass er auch eine Würdigung für das St.-Hedwig-Team um den früheren Pfarrer Bernhard Linvers wäre, das das Thema mit als Erstes in Speyer verankert habe.

Im Ältestenrat Anfang April hatten sich auch Linke und SPD abwägend gezeigt, aber betont, mit dem Platz der Stadt Ravenna leben zu können. Die FDP war ohnehin stets dafür.

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