Speyer
Planung für das Sparkassen-Gelände läuft an
Lange wurde hinter den Kulissen geprüft, wie die Weiterentwicklung des rund 8700 Quadratmeter großen Sparkassen-Areals in der Speyerer Kernstadt angegangen werden könnte. Jetzt gab es Vorgespräche der Bank mit der Stadt und die Festlegung auf einen ersten politischen Termin: Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Konversion am 7. September steht das Projekt auf der Tagesordnung. Es gibt allerdings noch keine Festlegung auf Details, sondern es geht nur um das vorbereitende Verfahren, wie Thomas Traue, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, auf Anfrage sagt.
Spruchreif ist: Die Hauptstelle soll erhalten bleiben und für „zeitgemäßes Banking“ umgebaut werden. Dazu komme aber wohl ein neuer Bestandteil, sagt Traue: „Einen Teil der Fläche möchten wir im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans wohnwirtschaftlichen Zwecken zuführen. Es sollen Mietwohnungen entstehen, die wir selbst an Interessenten vermieten möchten.“ Die städtische Sozialquote von 25 Prozent werde dabei eingehalten. Auch Gewerbemieter könnten in kleinerem Maß eine Rolle spielen.
Details sind noch offen
Details seien noch „völlig offen“, so Traue. Innerhalb des Bebauungsplans zu bleiben, bedeutet, dass eine ähnliche Fläche bebaut ist wie heute, denn dort ist das Baufeld festgeschrieben. Das heutige Gebäude soll zur Grundlage eines Architektenwettbewerbs werden und könnte sein Gesicht verändern – auch hier sei aber alles offen. Die Sparkasse wolle ein Projekt, das auf breite Zustimmung stößt, so der Vorstandsvorsitzende. Neben der Politik sollten deshalb auch die Bürger beteiligt werden – voraussichtlich im Oktober sei ein Workshop geplant.
Vier Etagen hat die Sparkassen-Hauptstelle. Vor allem seit dem Umzug zentraler Einheiten nach Ludwigshafen im vergangenen Jahr stehen Büros leer. Künftig könnte sich der Bankbetrieb auf zwei Etagen beschränken, lautet eine Überlegung. Zur Anzahl der möglichen Wohneinheiten, die künftig beigemischt werden könnten, äußert sich die Sparkasse nicht. Nach RHEINPFALZ-Informationen ist mit der Weiterentwicklung innerhalb des bestehenden Bebauungsplans aber klar, dass es deutlich weniger als die 80 werden, die die Stadt selbst in ihrem „Flächenprogramm Wohnen“ 2017 als möglich erachtet hatte.
Ziel: Innenstadt stärken
Er sei gespannt auf die Reaktionen der Politik, sagt Traue, der betont, stets für den Austausch über das Projekt offen zu sein. Die Sparkasse werde eine hohe Summe investieren und setze damit ein „deutliches Signal, dass sie sich zur Stadt, den Menschen und Unternehmen hier in Speyer bekennt“. Geplant sei auch ein Beitrag zur Attraktivität der Innenstadt. „Eine Stärkung des Zentrums liegt auch in unserem Interesse.“ Städtebauliche Qualität solle mit einem nachhaltigen, innovativen Konzept verbunden werden.