Speyer Pionier-Quartier: „Fläche zeigen“

Pionier-Quartier: Bürgerbeteiligung bisher nur online (hier: Werbung dafür).
Pionier-Quartier: Bürgerbeteiligung bisher nur online (hier: Werbung dafür).

Wesentliche weitere Planungsschritte für das Wohn- und Gewerbegebiet „Pionier-Quartier“ zwischen Speyer und Otterstadt sollen nicht ohne Präsenzveranstaltung mit Bürgern gegangen werden. Das betont die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD), die deshalb Verzögerungen erwartet.

Im Dezember gab es nach der Corona-bedingten Absage einer Vor-Ort-Informationsveranstaltung einen Online-Termin. Das könne aber nur ein „Behelfsweg“ sein, so Seiler. Deshalb bereite sich die Stadtverwaltung darauf vor, nach Ostern einen Ortstermin anzubieten, sofern es die Infektionslage zulässt. „Wir prüfen, welche Formate es dafür geben kann, das kann auch eine Fahrradtour sein“, sagte die OB im RHEINPFALZ-Gespräch. „Wir müssen den interessierten Bürgern als Erstes die Fläche zeigen.“ Wie berichtet, ist das Projekt vor allem in der Nachbargemeinde umstritten, die sich an der Entwicklung beteiligen und eigene Flächen für eine Bebauung einbringen könnte. Dort ist ein Bürgerentscheid zum Vorhaben geplant.

Für die Stadtverwaltung Speyer bringen die Verzögerungen laut Stefanie Seiler die Erfordernis mit sich, bei ihren Projekten „die Prioritäten zu justieren“. Es stünden auch andere Weichenstellungen wie die Verabschiedung eines neuen Nahverkehrsplans sowie die Umgestaltung des Postplatzes an, die sie ebenfalls nicht umsetzen wolle, ohne „mit der Bevölkerung zu sprechen“. Das sei eine Herausforderung, ordnete Seiler ein, weil sie einerseits „im ersten Halbjahr nicht die großen Beteiligungsmöglichkeiten“ sehe und andererseits Fristen einzuhalten seien wie beim Nahverkehrsplan der Beschluss bis Jahresende.

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