Speyer Pflichtspielauftakt mit Derbycharakter

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«Dudenhofen/Waldsee.» Die Handballerinnen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt erwarten morgen im Viertelfinale des Pfalzpokals die TG Waldsee in der Schifferstadter Wilfried-Dietrich-Halle. Das Derby wird um 16 Uhr beginnen.

Die Gastgeberinnen kämpfen in der Pfalzliga ebenso gegen den Abstieg wie die Gäste in der Oberliga. Dass aufgrund dieser Konstellation der Fokus nicht auf dem Pokal liegt, ist nachvollziehbar. „Wir werden natürlich unser Bestes geben und wollen auch gewinnen, aber ich sehe das Spiel eher als zusätzliche Trainingseinheit und als Vorbereitung für das erste Rückrundenspiel an“, sagte HSG-Übungsleiterin Katja Brill. Ähnlich schätzt die Situation ihr TG-Pendant Gerd Götz ein, der die Favoritenrolle akzeptiert, aber im Hinblick auf die Rückserie in erster Linie taktisch einiges ausprobieren möchte. Ihm ist nach der Pause ein guter Auftakt ohne Verletzungen wichtig. „Um gegen Waldsee erfolgreich zu sein, müssen wir zum einen insbesondere gegen den starken Rückraum stabil in der Abwehr stehen und die Zweikämpfe gegen die teilweise körperlich überlegenen Waldseerinnen aktiv annehmen. Zum andern müssen wir schnell nach vorne agieren, was wir in den vergangenen Spielen viel zu selten getan haben“, lauten Brills Vorgaben. Im Positionsspiel will sie mit ständigen Stoßbewegungen Lücken in der gegnerischen Deckung schaffen. Brill hofft, dass die guten Trainingsleistungen der vergangenen Wochen umgesetzt werden, und mit Hilfe vieler Fans einen positiven Impuls für einen Umschwung in der Rückrunde setzen zu können. Auf eine Startaufstellung möchte sie sich noch nicht festlegen: „Ich will, dass sich jede vernünftig warm macht und teile immer erst zwei Minuten vor Beginn mit, wer spielt.“ Annalena Scheib, Melissa Hoffmann und Anna Isselhard waren bereits mit dem zweiten Team im Pokal am Ball und dürfen daher morgen nicht eingesetzt werden. Deshalb greift Brill selbst mit ins Geschehen ein. Der Derbycharakter spielt in Götz’ Augen schon eine Rolle. „Das ist auch gut so. Jeder möchte das Spiel gewinnen“, glaubt er. Den Gegner schätzt er besser als es der vorletzten Tabellenrang in der Pfalzliga zunächst vermittelt: „Sie haben sehr gute Einzelspielerinnen, schnelle Außen und eine aggressive Abwehr. Es gab bereits einige enge Begegnungen in Schifferstadt.“ Götz, der bis auf die Langzeitverletzten alle an Bord hat, will sich von den Zuschauern nicht nervös machen lassen, die Einheimischen keinesfalls unterschätzen und „mit voller Konzentration unser Spiel spielen“. Gespannt ist er, wie seine Schützlinge mit dem durch die Regeln erforderlichen Verzicht auf das gewohnte Ballhaftmittel zurechtkommen: „Daher sollte man kein Feuerwerk von uns erwarten.“

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