Speyer Pfiffig und interaktiv in neue Ära

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Das Museum für Weinkultur im historischen Rathaus Deidesheim öffnet wieder. Der Vorstand des Trägervereins will regelmäßige Öffnungszeiten einhalten und „langsam, aber sicher das Museum modernisieren“. Das sagt Vorsitzender Gerald Niederberger.

Der Verein Museum für Weinkultur hat 2016 mit einem neuen Vorstand einen Generationswechsel vollzogen. Erklärtes Ziel: Leben ins Museum bringen. Neben Niederberger, dem Geschäftsführer des Winzervereins Deidesheim, ist Susanne Winterling-Eichberger als Stellvertreterin gewählt worden. Museumsmacher der ersten Stunde sollen aber beratend tätig sein, sagt Niederberger und nennt den Deidesheimer Bürgermeister Manfred Dörr als Hausherrn und den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden Fritz Schumann, einen Fachmann für alle Fragen rund um den Weinbau. Geöffnet ist das Museum an drei Nachmittagen pro Woche. Auch das angegliederte Portal zum Biosphärenreservat Pfälzerwald ist dann zu besichtigen. Der neue Vorstand hat sich Gedanken gemacht, was im Museum verändert werden könnte. Dabei will er keine größeren Eingriffe in den Bestand der Sammlungen vornehmen, aber alles attraktiver präsentieren. Themen wie die Weingefäße in den verschiedenen Jahrtausenden – vom Transportgefäß bis zum edlen Glas für Genießer – könnten als Zeitreise dargestellt werden. Auch die Sammlung der traditionellen bis künstlerisch extravaganten Etiketten können mit aktuellen Aspekten ergänzt werden. Interaktive Elemente, bei denen der Besucher entscheidet, was er sehen will, sieht der Vorsitzende als weitere Möglichkeit, an Themen des Museums heranzuführen. Im Eingangsbereich des Museums soll es weiter einen Verkauf von Artikeln mit Bezug zur Weinkultur geben, aber mit gestrafftem Sortiment, sagt Niederberger. Ein Eintritt wird nicht verlangt, Spenden sind erwünscht. Finanziert wird die Einrichtung über Mitgliedsbeiträge sowie über Spenden, Rebstockpachten und mit Unterstützung der Stadt Deidesheim. Die Prominentenweinlese im Paradiesgarten soll beibehalten werden, ebenso bekommen die Rebstockpächter jährlich ihre Flasche Wein samt Begleitschreiben zum jeweiligen Jahrgang. Und schließlich wollen Niederberger und Winterling-Eichberger auch die Weinbaubetriebe der Region zur Zusammenarbeit einladen. Diese könnten das Museum mehr nutzen und natürlich auch Mitglied werden. Der große Raum im Erdgeschoss etwa, so der Vorstand, könnte mit kleinen Konzerten, Lesungen und Kleinkunst-Auftritten belebt werden. Termin Öffnungszeiten: mittwochs und freitags, 15 bis 18 Uhr, samstags 13 bis 16 Uhr. Ausnahmsweise nicht geöffnet am Karfreitag.

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