Speyer
Otterstadt: Wie geht es mit dem Karpfenfest weiter?
In der politischen Diskussion um die Feier zum 1000-jährigen Bestehen von Otterstadt 2020 wird auch immer wieder das Karpfenfest angesprochen. Hauptorganisator Günter Gantner erklärt auf RHEINPFALZ-Anfrage den derzeitigen Stand zur Zukunft dieses Fests.
Gantner hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass er sein Amt als Hauptorganisator und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses für das Karpfenfest aus gesundheitlichen Gründen niederlegen wird. Deshalb hat die Ortsgemeinde im Frühjahr unter anderem im Amtsblatt um Vorschläge und Ideen gebeten, wie das Fest künftig organisiert werden könnte. Außerdem wurde ein Nachfolger für Gantner gesucht. Bis jetzt sei ihm niemand bekannt, der seine Rolle als Hauptorganisator des Fests übernehmen möchte, sagt Gantner.
Sondersituation 2020
Im nächsten Jahr ist eine Sondersituation, weil Otterstadt sein 1000-jähriges Bestehen feiert – mit mehreren Veranstaltungen über das Jahr und einem Hauptfest vom 5. bis 7. Juni am Königsplatz. Eine Überlegung sei gewesen, das Karpfenfest aus der Ferien- in die Nicht-Ferienzeit zu verlegen. Das ginge für die Schausteller aber nicht, weil sie bereits feste Termine für das nächste Jahr haben, erklärt Gantner. Außerdem sei es für die ehrenamtlichen Helfer nicht möglich, drei Wochen nach dem Hauptfest anlässlich des Dorfjubiläums noch ein Karpfenfest zu stemmen, sagt Gantner. Sie könnten nicht so viel Urlaub nehmen, um bei beiden Festen zu helfen. Das sei der Grund, warum es nächstes Jahr kein Karpfenfest in der bisherigen Form gibt, macht Gantner deutlich. Die Elemente dieses Fests wie die Karpfenübergabe und der Umzug sollen nach seinen Angaben 2020 aber trotzdem in einem anderen Rahmen beim Dorfjubiläum stattfinden, wann sei noch unklar. Diese beiden Traditionen werde er auch noch einmal organisieren, sagt Gantner. Dann ist für ihn nach 20 Jahren aber Schluss.
Vereine äußern Wunsch
Ortsbürgermeister Bernd Zimmermann (CDU) berichtet auf Anfrage, dass zur Zukunft des Karpfenfests nun weitere Gespräche anstünden. „Die Vereine haben bisher bei der Umfrage mehrheitlich geantwortet, dass sie einen Festwirt wollen“, sagt Zimmermann. Dafür gibt es nach seinen Angaben auch Interessenten. Aus seiner Sicht wäre es sinnvoll, wenn nun die interessierten Vereine und Interessenten für einen Festwirt zusammenkommen. Für die Ortsgemeinde gebe es aber auch einige Aufgaben, wie die Organisation des Festakts, des Senioren-Fischessens und des Umzugs. Fraglich sei, wer sich um die Schausteller kümmert, sagt Zimmermann. Aus diesem Grund solle ein Ortsbeigeordneter mit dem Vereinswesen betraut werden, der dann mit Gantner zusammenarbeite, schlägt der Ortsbürgermeister vor.