Speyer Ortsgemeinde will in Gebäude investieren

Kämmerer Volker Scherrer hat den Mitgliedern des Ortsgemeinderats Römerberg am Dienstagabend den Haushaltsplanentwurf für 2018 vorgestellt. Im Finanzhaushalt, der die finanzielle Lage der Kommune widerspiegelt, wird demnach mit einem Minus von rund 582.000 Euro gerechnet.
Das Defizit ergibt sich, weil den Einzahlungen in Höhe von rund 10,2 Millionen Euro Auszahlungen von rund 10,8 Millionen Euro gegenüberstehen. Laut dem Entwurf plant die Ortsgemeinde, einen Kredit in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro aufzunehmen, um die geplanten Investitionen finanzieren zu können. Investieren will die Ortsgemeinde demnach unter anderem in den Umbau des Zehnthauses (1,15 Millionen Euro). Das ist der größte Posten bei den Investitionen, wobei die Ortsgemeinde laut Haushaltsplanentwurf mit einem Zuschuss von 575.000 Euro für das Projekt rechnen kann. Weitere Investitionen sind Brandschutzmaßnahmen in der Grundschule in Heiligenstein (150.000 Euro) und in Mechtersheim (215.000 Euro). Die Planungskosten für eine neue Sporthalle in Berghausen als Trainingsstätte für die Vereine sind mit 100.000 Euro im Haushaltsentwurf veranschlagt. Die Kosten für die Halle werden laut Scherrer auf 3,8 Millionen Euro geschätzt und würden erst 2019, 2020 zu Buche schlagen. Mit 100.000 Euro sind auch die Planungskosten für einen neuen Kunstrasenplatz mit Nebengebäude angegeben. Die Gesamtkosten für dieses Projekt gibt Scherrer mit 1,6 Millionen Euro an. Sie würden dann auch erst in den Haushaltsplänen nach 2018 auftauchen. Wer in der Vergangenheit investiert hat, muss die Anschaffungen unterhalten und somit sind im Haushaltsentwurf laut Finanzabteilungsleiter Scherrer auch 94 Unterhaltungsmaßnahmen aufgelistet. Der größte Posten ist die Umnutzung der Realschule plus in Berghausen, die mit 148.000 Euro veranschlagt ist. Wie mehrfach berichtet, stehen Räume leer, weil die Realschule plus ihren Standort in Berghausen aufgegeben hat. Die leeren Räume sollen künftig von der Volkshochschule, den Vereinen und den Ratsfraktionen genutzt werden. Außerdem soll unter anderem ein Fahrstuhl gebaut werden. Weitere größere Unterhaltungsmaßnahmen sind die Straßeninstandsetzung (90.000 Euro) und der Austausch der Eternitschindeln auf dem Grundschuldach in Mechtersheim (75.000 Euro). Die Ratsfraktionen nahmen den Haushaltsentwurf zur Kenntnis. Sie beraten nun, welche Unterhaltungsmaßnahmen und Investitionen 2018 verfolgt werden sollen. Im Ergebnishaushalt wird 2018 mit einem Minus von rund 597.000 Euro gerechnet. Dieses Defizit entsteht, weil die Erträge mit rund 11,5 Millionen Euro niedriger sind als die Aufwendungen, die rund 12 Millionen Euro betragen. Zu den Erträgen gehören zum Beispiel Steuereinnahmen, bei denen Römerberg 2018 mit rund 9,3 Millionen Euro rechnet. Zu den Aufwendungen zählen Personalkosten (rund 1,1 Millionen Euro) und Umlagen (rund 7,4 Millionen Euro) für den Kreis und die Verbandsgemeinde. Freuen konnten sich die Ratsmitglieder über die positiven Veränderungen im Nachtragshaushalt 2017. Wie berichtet, ist im Ergebnishaushalt anstatt eines Defizits von rund 250.000 Euro ein Plus von circa 458.000 Euro veranschlagt. Scherrer begründete dies mit höheren Gewerbesteuereinnahmen und einem höheren Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer. Im Finanzhaushalt wurde aus einem Defizit von rund 339.000 Euro ein Plus von circa 535.000 Euro. Der Rat nahm den Nachtragshaushalt einstimmig an.