Speyer Offen für Mini-Kreisel-Lösung

Unübersichtlich: Die Kreuzung in der Dudenhofener Ortsmitte.
Unübersichtlich: Die Kreuzung in der Dudenhofener Ortsmitte.

Viel Lob, Anerkennung und sogar Beifall gab es für den Dudenhofener Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) am Donnerstagabend bei der Sitzung des Bau- und Hauptausschusses der Ortsgemeinde. Der Grund: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat grundsätzlich seine Zustimmung zu einem Mini-Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Speyerer/Landauer Straße, Konrad-Adenauer-Platz signalisiert.

„Endlich haben wir beim Landesbetrieb Mobilität mal etwas erreicht“, sagte Reinhard Oelbermann (CDU). Die Kreisel-Lösung – eine Umgestaltung ist seit dem Jahr 2000 gewünscht – brachte Eberhard zum Gesprächstermin mit dem LBM im April nicht das erste Mal mit. Zunächst, so Eberhard im Ausschuss, wies der Landesbetrieb darauf hin, dass die Kreuzung in Bezug auf das Unfallgeschehen nicht auffällig sei. Der Ortsbürgermeister: „Der LBM beharrte nach wie vor auf seinem Standpunkt, dass ein Einbahnstraßensystem in einem ersten Schritt die Verkehrsqualität deutlich verbessern würde.“ Eberhard ließ nicht locker und erreichte das Zugeständnis: „Der LBM hielt schließlich den vorgelegten Planungsentwurf zum Umbau in einen Mini-Kreisel – Durchmesser 18 Meter – zumindest vom Grundsatz her für denkbar“, berichtete er. Vor einer Entscheidung wären aber nähere Untersuchungen erforderlich, zum Beispiel eine neue Verkehrszählung. Die letzte mit 9585 Fahrzeugen in 24 Stunden stammt aus dem Jahr 2000. Des weiteren müsse es eine Vermessung geben, um die Trasse festzulegen und nachzuweisen, dass auch für große Fahrzeuge genug Platz ist. Die Kosten – geschätzt 150.000 bis 200.000 Euro – müsse die Ortsgemeinde tragen, was für Eberhard kein Hindernis ist. Jürgen Creutzmann (FDP) wollte das – im Anschluss vom Hauptausschuss in Auftrag gegebene – Verkehrskonzept für den Straßenverkehr in Dudenhofen abwarten: „Es macht wenig Sinn, vorab einen Kreisel zu beschließen.“ Eberhard war anderer Meinung, dachte zweigleisig: „Das eine schließt das andere ja nicht aus.“ Johann Josef Grill (CDU) fand Konzept und Entwurf „eine klasse Idee“, die vielleicht auch die Verkehrsplaner begeistere. Oelbermann lobte: „Ein toller, das Verkehrsgutachten ergänzender Vorschlag.“ Reinhard Burck (Grüne) interpretierte Eberhards Vorstoß „erstmal als Sachvortrag, nicht als Beschlussvorschlag“. SPD-Sprecher Wilhelm Kannegießer „gefiel“ schlicht der Plan, den Hartmut Lardon (FDP) den Verkehrsplanern aber „nicht als Vorgabe“ aufdrücken will. Auf die Agenda des Straßenausbauprogramms 2017 setzten Bau- und Hauptausschuss die Amalienstraße (einseitige Fertigstellung), Obere Mühlstraße, St.-Clara-Straße, Kelten-, Eichgarten-, Brucknerstraße, Speyerer Straße, Römerstraße und Teile der van-Galen-Straße. Für die Sanierungsarbeiten sind im Haushalt 490.000 Euro ausgewiesen. Die im Bau-, Haupt-, Sozial- und Kulturausschuss beschlossene Schulhofumgestaltung der Clemens-Beck-Grundschule soll 35.000 Euro kosten. Eberhard: „Die Vorschläge basieren auf den Wünschen von Kindern, Eltern und der Schule.“ Es soll festmontierte Kleinfeldtore zum Fußballspielen geben, ein Spielfeld mit Fallschutzmatten (zum Beispiel für Volleyball), eine Stehwippe, eine freistehende Kletterwand, ein Trampolin und eine Drehscheibe. Eine um 9000 Euro billigere Drehscheiben-Alternative kam für den Ausschuss nicht in Betracht.

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