Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: TSV Speyer unterliegt gegen Dudenhofen/Schifferstadt

Im Anflug aufs Tor: Speyers Kreisläufer Johannes Fischer.
Im Anflug aufs Tor: Speyers Kreisläufer Johannes Fischer.

Der TSV Speyer und die HSG Dudenhofen/Schifferstadt bleiben im Spitzenspiel der Oberliga einiges schuldig. Letztlich setzt sich der Gast durch, auch weil er sich im Verlauf der Begegnung steigert.

Es bleibt dabei. Lokalderbys vor imposanter stimmungsvoller Kulisse in Speyer gewinnen die Handballer der HSG Dudenhofen/Schifferstadt. 600 Fans erlebten, wie sich die Gäste am Ende ungefährdet mit 31:26 (15:13) durchsetzten und ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der Oberliga nach sieben Spieltagen bereits auf vier Punkte ausgedehnt haben.

„Der Sieg ist verdient, aber ein, zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen“, befand Speyers sportlicher Leiter Sören Pohlmann angesichts der personellen Voraussetzungen und des Spielverlaufs. Die mit nur zehn Feldspielern ersatzgeschwächten Hausherren, bei denen auch Pohlmann selbst auf dem Feld mittun musste, hielten dabei eine Halbzeit lang mit. Solange eben die Kräfte reichten. Pohlmann dankte beiden Fanlagern, die für eine tolle Atmosphäre in der Sporthalle Ost gesorgt hätten.

„Keine gute Vorstellung“

„Es war keine gute Vorstellung von uns. Das war bei Weitem nicht das, was wir hätten spielen können. Aber egal, Hauptsache gewonnen“, waren die Gefühle von HSG-Trainer David Oetzel hernach eher gemischt.

Bis zum 5:4 (9.), das der an der Schulter angeschlagene Spielertrainer Denis Markert erzielte, legte der TSV Speyer jeweils vorlegen. Eine Dublette von Christopher Huber führte zum 5:6. Fortan gaben die Gäste das Ruder nicht mehr aus der Hand, legten jeweils vor (7:9, 10:11). Beim 12:12 gelang Markert der letzte Ausgleich. Oetzel bemängelte, dass seine Deckung nur wenig Zugriff bekommen, die Kreuzungen im Rückraum nicht unterbunden und das Zusammenspiel zwischen Markert und Julian Doppler mit Kreisläufer Johannes Fischer nicht effektiv verteidigt hatte. Offensiv setzte Paul Schutzius nach seiner Hereinnahme bei der HSG wichtige Akzente.

Souveräne Gäste

Der TSV Speyer blieb zunächst in Schlagweite. „Wir haben eine super Einstellung an Tag gelegt und uns vor allem in der Abwehr reingebissen“, lobte Pohlmann seine „Rumpftruppe“. Gleich nach Wiederbeginn verkürzte TSV-Rechtsaußen Oliver Jann auf 14:15. Allerdings nahmen die Fehleranzahl und die schlechten Torwürfe jetzt bei den Gastgebern zu. Dudenhofen/Schifferstadt stand in der Deckung besser und kam vermehrt zu seinem gewohnten Tempospiel. Die Einzelaktionen nahmen bei den Gästen ab. Der Spielfluss war um einiges besser.

Die HSG nutzte dies zum 16:22 durch Lorenz Worf (43.). Aber der Kampfgeist lebte weiter bei Speyer. „Gewinnen können, nein, eher nicht. Mit etwas mehr Cleverness wäre gegen die beste Mannschaft der Liga vielleicht ein noch besseres Resultat möglich gewesen“, bilanzierte Pohlmann. Tim Wild hatte immerhin noch einmal auf 24:27 gestellt (56.). Am Ende blieb die HSG souverän.

So spielten sie

TSV Speyer: Tim Doppler, Handwerker - Julian Doppler (6/2), Denis Markert (7), Russ (3) - Wild (3), Jann (5) - Fischer (2) - Pohlmann, Krieg, Heid, Schleich. HSG Dudenhofen/Schifferstadt: Weinerth, Korn - Jakob Chrust (5/1), Huber (10/6), Selinger (1) - Finn Schutzius (4), Nils Chrust (2) - Müller (3) - Kabasaj (1), Richter (1), Paul Schutzius (3), Lorenz Worf (1), Konrad Worf, Gerbes.

Rheinpfalz-Tipp: 30:33

In der Tendenz lagen wir richtig. Es fielen aber etwas weniger Tore und der HSG-Erfolg geriet ein wenig deutlicher.

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