Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FV Dudenhofen verliert beim SV Gonsenheim 2:4

Ausgleich beim SV Gonsenheim: Felix Heimgärtner (gelb) vom FV Dudenhofen, hier gegen TSV Gau-Odernheim.
Ausgleich beim SV Gonsenheim: Felix Heimgärtner (gelb) vom FV Dudenhofen, hier gegen TSV Gau-Odernheim.

Der FV Dudenhofen erlebte in Gonsenheim einen dieser Nachmittage, an denen gute Phasen nicht in Punkte umgemünzt werden.

Am Ende stand ein 2:4, das sich deutlich vermeidbarer anfühlt, als es die nackten Zahlen zeigen. „Insgesamt eine absolut vermeidbare Niederlage“, fasste FVD-Sportdirektor Nico Henrich zusammen. Vor mageren 110 Zuschauern begann Oberligist Dudenhofen mutig und strukturiert. Die Mannschaft spielte eine starke erste Halbzeit, ließ den Ball laufen und kam zu mehreren hochwertigen Möglichkeiten.

Metz cool

„Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und haben uns viele hochkarätige Chancen erarbeitet“, so Henrich. Umso ärgerlicher, dass ein Eckball den frühen Rückstand brachte – erneut aus dem Nichts, erneut zu simpel verteidigt. „Das Gegentor fiel durch einen Eckball, zu naiv. So können wir in der Oberliga nicht punkten.“

Doch die Antwort des FV war sehenswert. Ein sauberer Angriff über mehrere Stationen, Felix Heimgärtner mit der präzisen Vorlage, Lukas Metz mit dem überlegten Abschluss – 1:1. „Ein hervorragender Angriff“, lobte Henrich, „endlich haben wir uns belohnt“. Mit dem Ausgleich ging es in die Kabine, und der FV wirkte stabil.

Gonsenheim clever

Doch direkt nach Wiederanpfiff das alte Muster: wieder eine Ecke, wieder unsortiert, wieder Rückstand. „Das 1:2 direkt nach der Pause ist extrem bitter“, erklärte Henrich. „Das nimmt dir sofort den Rhythmus.“ Trotzdem fand Dudenhofen zurück ins Spiel, zeigte Präsenz im Mittelfeld und setzte Akzente nach vorne.

Doch Gonsenheim nutzte eine seiner Chancen eiskalt und stellte auf 3:1. „Nach dem 1:3 haben wir den Glauben an ein Comeback verloren“, sagte Henrich offen. In der Folge stieg die Fehlerquote, und Gonsenheim machte kurz vor Schluss das 4:1. Zwar traf Julian Scharfenberger in der Nachspielzeit noch zum 2:4, doch mehr als Ergebniskorrektur war es nicht.

Teufel im Detail

Henrich sah trotz der Niederlage auch Positives: „Unser Auftritt mit Ball war über weite Strecken gut. Aber wir verteidigen unsere Gegentore deutlich zu naiv.“ Genau diese Mischung aus spielerischem Fortschritt und defensiven Aussetzern zieht sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Wochen.

Umso klarer ist das Fazit dieses Spieltags: Die Winterpause kommt zum Glück genau zur richtigen Zeit. „Wir sammeln uns jetzt über Weihnachten und werden ab Januar alles für den Klassenerhalt investieren“, kündigte Henrich an. Dudenhofen hat in Gonsenheim gezeigt, dass mehr möglich ist – doch am Ende entschieden wieder die Details. Im neuen Jahr soll sich genau das ändern.

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