Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FV Dudenhofen spielt stark und unterliegt Wormatia Woms 0:1

Vorbeigerutscht: Marvin Klehr vom FV Dudenhofen gegen Luca Baderschneider von Wormatia Worms
Vorbeigerutscht: Marvin Klehr vom FV Dudenhofen gegen Luca Baderschneider von Wormatia Worms

Der FV Dudenhofen brennt ein Offensivfeuerwerk ab. Doch Worms hat einen Brandlöscher und Teufelskerl. Da nutzen der Herr der Lüfte und die Antreiber wenig.

Es war das vierte Heimspiel der Saison und bescherte dem FV Dudenhofen am neunten Spieltag der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar beim 0:1 (0:1) gegen Wormatia Worms die vierte Heimniederlage. Das goldene Tor für den Tabellenzweiten, der mit Macht und Fortune in Richtung Regionalliga strebt, erzielte Niklas Meyer in der 18. Minute. Es war der erste Torschuss der Wormatia, es war das goldene Tor. 10:3 Ecken, 11:5 Chancen und doch gingen Marvin Sprengling und Kollegen nach der besten Saisonleistung als Verlierer vom Rasen. „So dominant waren wir noch nie gegen Wormatia“, haderte FVD-Vereinschef Christian Schultz nach der Schlappe ebenso gefrustet wie Florian Kober, der Sportliche Leiter, und Sportdirektor Nico Henrich ob des Chancenwuchers. „Ich bin stolz, aber auch sehr frustriert“, bekannte FVD-Coach Kevin Hoffmann nach dem unbelohnten Offensiv-Feuerwerk. Der Coach setzt auf die Drei-Punkte-Trotzreaktion am Mittwoch (19.30 Uhr) beim Tabellennachbarn Rot-Weiß Koblenz.

Der FVD dominierte die Partie gegen Wormatia, die in Tobias Ewerhardy einen ausgezeichneten Leiter sah. Die zweite Möglichkeit des Aufstiegsaspiranten hatte Laurenz Graf, der in der 28. Minute die Latte traf. Dudenhofen konnte, ja musste nach acht Minuten 3:0 oder 4:0 führen. Aber der pfeilschnelle Max Lichti scheiterte in der 4. Minute an Tobias Edinger. Eine Minute später zischte ein Distanzschuss des spielintelligenten Marvin Klehr knapp am Ziel vorbei, in der 8. Minute traf der überragende FVD-Kapitän Marvin Sprengling den Pfosten, Sekunden später vergab Yannis Albrecht eine große Kopfballchance. Mit einer fantastischen Parade trieb Edinger in der 28. Minute den groß aufspielenden Sprengling früh zur Verzweiflung.

Dudenhofen besser

Nach der Pause war Wormatia etwas besser im Spiel, setzte mit Kontern Nadelstiche, aber die klar bessere Mannschaft blieb der FVD. Er spielte zielbewusst über die Flügel, rechts Tom Handrich, links Lukas Metz, der in der Schlussphase in sein Stammrevier nach rechts zurückkehrte. Der FVD verteidigte konsequent und hatte in Linksverteidiger Sven Hoffmann einen ebenso starken Abfangjäger wie entschlossenen Antreiber. Albrecht, der Herr der Lüfte, aber setzte einen Kopfball nach Klehr-Ecke knapp vorbei (52.), Edinger vereitelte zwei weitere Großchancen von Sprengling (60., 76.). „Der Torwart macht das Spiel seines Lebens“, lobte Albrecht den Wormser Teufelskerl. „Kompliment an Dudenhofen für die Schlacht, die sie uns geliefert haben“, sagte der Wormser Trainer Anouar Ddaou nach dem Zittersieg vor 285 Zuschauern an der Iggelheimer Straße. „Wir werden uns auch noch belohnen“, versprach Marvin Sprengling nach der überaus unglücklichen Niederlage. „So ist das, wenn man unten steht“, meinte Sven Hoffmann: „Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber versäumt, unsere Chancen zu nutzen.“ Am 8. Oktober gibt’s ein Wiedersehen mit Wormatia am gleichen Tatort im Verbandspokal.

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