Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FV Dudenhofen mit unglücklichem 1:1 gegen TuS Koblenz

Eckball: Sven Hoffmann vom FV Dudenhofen steigt am höchsten. Torwart Michael Zadach von TuS Koblenz klärt.
Eckball: Sven Hoffmann vom FV Dudenhofen steigt am höchsten. Torwart Michael Zadach von TuS Koblenz klärt.

Oberligist FV Dudenhofen hat dem nach der Winterpause noch ungeschlagenen Tabellendritten TuS Koblenz kräftig Paroli geboten.

Die Einheimischen zwangen den Favoriten vor 235 Zuschauern an den Rand einer Niederlage und trennten sich durch ein Gegentor in der Nachspielzeit 1:1 (0:0). Ob dies ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sind? Trainer René Reichling äußerte sich stolz: „Ein riesiges Kompliment an die Mannschaft, die super verteidigt, praktisch keine Torchance zugelassen und aus dem Nichts den Ausgleich kassiert hat, ein sehr, sehr bitteres Ergebnis für uns. Aus dieser Leistung können wir jedenfalls Mut schöpfen.“

Die etwa 130 Schlachtenbummler der Gäste sorgten vor dem Anpfiff sowie während der gesamten Spielzeit in ihrem eigens dafür eingerichteten Block unermüdlich mit Trommeln und Gesängen für Stimmung. Eine Polizei-Abordnung überwachte das Geschehen diskret. Alles verlief friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Handrich nach außen

Bei temperamentvollem Beginn versteckte sich der FVD nicht, spielte ohne Respekt mutig nach vorne, kam auch zu leichten Feldvorteilen und stand hinten sicher. Bei dem überragenden Yannis Albrecht sowie seinen Nebenleuten Tom Handrich, der für den gesperrten Lukas Metz auf die Außenposition rückte, Sven Hoffmann und Conrad Weigel waren die Gäste-Angreifer bestens aufgehoben.

Koblenz lauerte auf Konter, wollte die Einheimischen wohl hinten raus locken, schaffte in der ersten Hälfte aber keinen einzigen Torschuss. Zu richtig klaren Möglichkeiten kam aber auch der kämpferisch starke FVD nicht. Abschlüsse von Max Lichti, Irfan Catovic und Julian Scharfenberger sorgten für wenig Gefahr – beide Abwehrreihen dominierten.

Schilling aufmerksam

Mit Beginn der zweiten Halbzeit schien sich Koblenz etwas vorgenommen zu haben, erzeugte mehr Druck, spielte energischer und zielstrebiger nach vorne. Zu Torchancen kam der TuS aber weiter nicht. Für deren gefährlichste Aktion sorgte Dudenhofen, als Torhüter Philipp Schilling eine Kopfballrückgabe Handrichs parierte.

Die Gastgeber stemmten sich mit Einsatz, Zweikampfstärke und Willen erfolgreich gegen die Angriffsaktionen. Als Marvin Klehr einen herrlichen Freistoß aus etwa 25 Metern in halbrechter Position zum 1:0 in den Torwinkel zirkelte, standen die Einheimischen dicht vor dem so wichtigen Dreier. Der für Scharfenberger eingewechselte Dominik Petzold bekam die Riesenmöglichkeit zum 2:0, scheiterte aber aus kurzer Distanz am toll reagierenden Koblenzer Torhüter, der per Fußabwehr klärte.

Die Partie schien nach 90-minütiger Spielzeit gelaufen, als die Gäste nach Freistoß aus dem Gewühl heraus zum überaus glücklichen Ausgleich kamen (90.+2). Dudenhofen hätte den Sieg verdient gehabt, räumte Coach Michael Stahl ein: „Wir hatten großes Glück, nicht 0:2 in Rückstand zu geraten und nahmen durch den Last-Minute-Treffer glücklich und unverdient einen Punkt mit.“

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