Speyer Normand-Reithalle: Einer von zwei Bietern sagt kurz vor Entscheidung ab
Im Verkaufsprozess für die Reithalle Normand (Else-Krieg-Straße 1) zeichnet sich eine schnelle Lösung ab. Die Stadt hat den Punkt auf die Tagesordnung des Stadtrats am 4. Februar gesetzt und am Freitag darüber informiert, dass eines der beiden verbliebenen Angebote zurückgezogen worden sei. Die PadA Immobilien-Projektentwicklung GmbH, die zusammen mit Pflegedienstleister Adessa GmbH 730.000 Euro geboten hatte, halte ihres nicht länger aufrecht.
„Folglich wird im Stadtrat nur noch das Angebot der Projektgruppe ,Speyer together’ zur Abstimmung stehen“, informiert die Stadt. Die Gruppe plant auf dem 2900 Quadratmeter großen Grundstück ein Begegnungszentrum plus Büros und bietet laut Stadt 700.000 Euro. In einer empfehlenden Beschlussfassung im Bauausschuss hatte es eine Mehrheit für dieses Projekt gegeben. PadA hatte eine Intensivpflege-WG mit Pflegeschule in dem denkmalgeschützten Gebäude einrichten wollen.
Gründe unbekannt
Eine Stellungnahme der Firmen PadA und Adessa zu den Gründen des Rückzugs war zunächst nicht zu erhalten. Laut Stadt wurden ihr gegenüber in der Absage am Mittwoch auch keine näheren Gründe genannt. Das andere Angebot bleibt bestehen, wie „Speyer together“-Sprecher Michael Weber auf Anfrage betonte. Er wäre auch ohne die PadA-Absage zuversichtlich gewesen, den Zuschlag zu erhalten. Falls es am Donnerstag im Rat positiv laufe, rechne er mit einer Planungsphase 2021 und einem Bau mit Fertigstellung 2022.