Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Nonnenbachstraße: Aus für „geduldete“ Parkplätze

Soll durch einen Umbau sicherer gestaltet werden: die Kreuzung von Nonnenbachstraße (links) und Hafenstraße. Autofahrer sollen a
Soll durch einen Umbau sicherer gestaltet werden: die Kreuzung von Nonnenbachstraße (links) und Hafenstraße. Autofahrer sollen ausgebremst werden, damit sie besser auf den Radverkehr achten.

In der Nonnenbachstraße soll künftig weniger Verkehr fließen. Der Radverkehr soll mehr gefördert, Bäume sollen besser geschützt werden. Schon vor acht Jahren hat sich die Politik damit befasst. Jetzt ist eine Sackgasse geplant.

Polizeikontrollen haben ergeben, dass bei jeder zehnten Fahrt in der Nonnenbachstraße das zulässige Tempo überschritten wird. Grund: In Fahrtrichtung Süden sind Abkürzungen zur Hafenstraße, zum Eselsdamm und zur Straße Am Heringsee möglich. Erhöhte Schadstoff- und Lärmemissionen sind die Folge. Die Nonnenbachstraße zur Sackgasse zu erklären und damit die heute bestehende Einbahnstraßenregelung aufzuheben, hält die Stadt für eine praktikable Lösung des Problems.

Gefahrenpotenzial sieht die Verwaltung für den Radverkehr in der Einmündung Hafenstraße – Schillerweg. Rund die Hälfte der Autofahrer habe das Haltegebot bei einer Verkehrskontrolle im April laut Polizei überfahren, ohne anzuhalten.

Bäume wichtiger als Parkplätze

„Bäume sind der Stadt wichtiger als Parkplätze“, so Steffen Schwendy, Abteilungsleiter der städtischen Grünflächenplanung, in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend. Aus diesem Grund soll das Parken unter den Rosskastanien an der Westseite der Nonnenbachstraße mit dem Auslegen 45 großer Bruchstein-Findlinge dauerhaft unterbunden werden. Die kostenlosen Abstellmöglichkeiten für Autos in Innenstadtnähe seien besonders bei Fahrzeughaltern aus anderen Stadtteilen und von auswärts sehr beliebt, gab Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) zu bedenken. 24 derzeit geduldete Stellplätze entfielen dann, fast alle 21 offiziellen Parkmöglichkeiten blieben erhalten.

Zwei Varianten haben städtische Mitarbeiter für die Umgestaltung der Nonnenbachstraße in eine Sackgasse erarbeitet und dem Ausschuss vorgelegt. „Wir favorisieren Variante B“, sagte Seiler. Sie ist mit 250.000 Euro um 100.000 Euro teurer als der erste Entwurf. Demnach werden rund 310 Quadratmeter entsiegelt, in Variante A lediglich 110 Quadratmeter. Sechs neue Bäume könnten hinzukommen, einer müsste weg.

„Städtebaulich eleganter“

An der Einmündung zur Straße Am Heringsee ist bei diesem Vorschlag ein Wendekreis mit Baum nach dem Vorbild in der Hahnstraße im Industriegebiet West vorgesehen. „Das ist im Vergleich mit dem in Variante A geplanten rechteckigen Wendehammer städtebaulich eleganter“, erläutert der städtische Sachbearbeiter Otto-Andreas Goger. 18 öffentliche Stellplätze, Garagen nicht mitgerechnet, könnten zum Parken genutzt werden. Die andere Variante lasse 25 Stellplätze zu.

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