Speyer Noch offene Fragen vor Pokal-Derby

RÖMERBERG. Wie viele Höhepunkte hat eigentlich die Saison eines Fußball-Oberligisten? Eine Antwort könnte das Pokal-Achtelfinale, die Partie zwischen dem FC Arminia Ludwigshafen und dem TuS Mechtersheim, heute Abend, 19 Uhr, im Südweststadion liefern. „Wenn wir gewinnen, ist es ein Höhepunkt“, sagt Mechtersheims Trainer Manfred Schmitt.
Im Derby der beiden Oberligisten sieht Schmitt die Gastgeber eindeutig in der Favoritenrolle – noch deutlicher, als es die Tabelle aussagt. Die Arminia belegt Rang sieben mit 21 Punkten, der TuS folgt auf Platz 13 mit 16 Zählern. „Wir versuchen, das Unmögliche möglich zu machen“, sagt Schmitt. Stünde das Liga-Spiel an, wäre der Speyerer mit einem Punkt zufrieden. Da es einen Sieger geben wird, plant der 52-Jährige die Überraschung. Hierfür bieten sich dem TuS-Coach mehr Möglichkeiten als beim 1:2 am Freitag gegen Hertha Wiesbach. Denn Andreas Brill beispielsweise, der vor Wochenfrist aus den Flitterwochen zurückkam und „nur“ eingewechselt wurde, hat nochmals ein paar Trainingseinheiten mehr hinter sich. „Er wird von Anfang an spielen. Er ist unser Kapitän und Abwehrchef“, sagt Schmitt und legt sich fest. Wer neben dem TuS-Spielführer aufläuft, ist allerdings noch ungewiss. Die Bewerber heißen Pascal Derwaritsch, Martin Rau und Fabian Eck. Als Abräumer vor der Abwehr ist Ismael Imre nach überstandener Krankheit wieder zurück. Trotz 90 Minuten in der zweiten Mannschaft ist es aber fraglich, ob die Kraft des 23-Jährigen schon für ein intensives Pokal-Derby reicht, das heute Abend im altehrwürdigen Südweststadion zu erwarten ist. Florian Hornig, der beim Sieg in Neunkirchen den „Sechser aus der Not geboren“ gab und auch gegen Wiesbach zunächst im defensiven Mittelfeld agierte, bietet seinem Übungsleiter viele Optionen – jene im Sturm scheint indes die wahrscheinlichste, sofern sich Schmitt nicht für Jens Rehhäußer entscheidet. Letzterer dürfte in der Begegnung gegen seinen Ex-Klub besonders motiviert sein. Das TuS-Tor darf Konstantin Stengel hüten. Seine Sperre für zwei Spiele gilt nur für die Liga. Aber mit Blick auf die nächste Liga-Aufgabe in Burgbrohl ist es vielleicht ratsamer, so sinniert Schmitt, Keeper Philipp Schilling heute das Vertrauen zu schenken. Ob Stengel oder Schilling, beide sind gut genug, um mit einer besonderen Leistung für einen Höhepunkt zu sorgen. (mbx)