Fußball
„Never change a winning team“ funktioniert
In einer spannenden, vor allem von den Gastgebern äußerst kampfbetont geführten, in der Schlussphase dramatischen Partie, hat Oberligist FV Dudenhofen vor 245 Zuschauern mit dem 3:1 (1:0) über Rot-Weiß Koblenz einen sehr wichtigen Sieg im Abstiegskampf eingefahren und sich auf den zwölften Tabellenrang verbessert.
Nach dem Grundsatz „Never change a winning team“ bot Trainer René Reichling die in den letzten Wochen erfolgreiche Formation auf, die mit einem temperamentvollem Start den Gegner energisch bekämpfte. Eine erste Halbchance erarbeitete auf der linken Außenbahn Max Lichti, doch seine Hereingabe landete in den Händen des Gästekeepers (4.). Bei verteiltem Feldspiel ohne die großen Tormöglichkeiten nutzte Julian Scharfenberger im Anschluss an eine zunächst abgewehrte Ecke die scharfe Hereingabe von Irfan Catovic zur 1:0-Führung (19.).
Elfmeterverdächtig
Nach einem Pass in die Tiefe kam Scharfenberger im Strafraum elfmeterverdächtig zu Fall, doch die Schiedsrichterin sah keine Unregelmäßigkeit (29.). Ein erster strammer und einigermaßen erfolgversprechender Schuss auf das Dudenhofener Gehäuse in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fischte Torhüter Philipp Schilling aus der Torecke. Die Defensive der Einheimischen hatte das Geschehen fest im Griff, obwohl der zweikampfstarke und schnelle Innenverteidiger Sven Hoffmann verletzt ausschied und durch Luca Henrich ersetzt wurde, der, wie alle anderen auch, aufmerksam seinen Job erledigte.
Riesenchance
Eine Riesenchance zum 2:0 noch vor der Pause bot sich Lichti, der auf halblinks auf das Tor zueilte, aber am Torhüter scheiterte, der per Fußabwehr zur Ecke klärte. Zur Halbzeit sprach Florian Kober, Sportlicher Leiter des FVD, von einem völlig anderen Spielverlauf als beim Hinspiel: „Damals waren wir beim 1:4 praktisch chancenlos. Heute hat unsere starke Defensive die spielstarken Gäste in Halbzeit eins überhaupt nicht zur Entfaltung kommen lassen.“
Die intensive Begegnung setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Eine Schrecksekunde erlebten die Gastgeber als Abwehrchef Yannis Albrecht nach einem Zweikampf verletzt liegen blieb. Doch nach kurzer Behandlung konnte der Abwehrrecke weitermachen. Koblenz erhöhte die Schlagzahl, Dudenhofen probierte es mit Nadelstichen und war damit erfolgreich. Eine Vorlage von Kapitän Marvin Sprengling schloss Lichti mit strammem Schuss von der Strafraumgrenze zum vermeintlich vorentscheidenden 2:0 ab (74.).
Sieg gefährdet
Nach dem Anschlusstreffer (86.) geriet der Sieg nochmals in Gefahr. Die Gäste drängten mit allen Mann auf den Ausgleich, doch in der Schluss-Sekunde der neunminütigen Nachspielzeit eroberte Dominik Petzold gegen den Torwart der Gäste das Leder und schob zum 3:1 ein.
Hoch zufrieden äußerte sich Dudenhofens Trainer René Reichling nach dem Schlusspfiff der souverän leitenden Schiedsrichterin Michelle Gottdang über die Leistung seiner Auswahl: „Ein Riesenkompliment den Jungs, die von Beginn an aggressiv und aktiv dagegen gehalten haben, was uns in der ersten Hälfte der letzten beiden Partien nicht gelungen ist. Das war heute ein klassischer FVD-Fußballabend, bei dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten gekommen sind.“
Nächster Gegner
Am Samstag, 15 Uhr, wartet auf das Team die nächste heikle Aufgabe bei der U21 des 1. FC Kaiserslautern, Titel- und Aufstiegsanwärter zusammen mit dem punktgleichen FK Pirmasens.
In den vergangenen beiden Partien schwächelten die Lauterer bei zwei Unentschieden gegen Mannschaften der unteren Tabellenhälfte. Bei ihrem erfolgreichen Auftreten seit Wiederbeginn nach der Winterpause dürften die in den vergangenen sieben Spielen ungeschlagenen Schützlinge von Trainer Reichling selbstbewusst genug sein, bei dem Favoriten ein weiteres Erfolgserlebnis anzustreben und damit erneut Punkte im Kampf um den Klassenverbleib zu sammeln.