Speyer
Neues Restaurant: Steak und Fisch am Hafen
Er sei nach zwei Betreiberwechseln „überzeugt, den passenden Pächter gefunden zu haben“, betont Robert Gard. Der Geschäftsführer der Yachthafen Speyer GmbH ist Verpächter des Gebäudes in der Nähe des Sealife, das 2015 errichtet wurde. 2020 sowie 2023 haben sich dort Pächter verabschiedet. Gard schwebt ein „Erlebnisort“ vor, der sich gut mit dem Sealife und den angrenzenden Parkplätzen ergänze. Den rund halbjährigen Leerstand habe er zu Gunsten einer guten Lösung in Kauf genommen.
Filippo Scarpello ist froh darüber. Sein Pachtvertrag läuft seit voriger Woche. Am Freitag, 26. April, ist die Eröffnung geplant. Bis dahin laufen noch Arbeiten im Gebäude, das früher das „Rays“ beheimatete. Er werde gut 200.000 Euro investieren, um den Räumen oberhalb des Hafenbeckens einen „neuen Look“ zu geben. Das betreffe Einrichtungsgegenstände, aber zum Beispiel auch Küchen- und Sicherheitstechnik. Bis zu 30 Mitarbeiter würden im „DonEllo“ tätig sein, etliche davon seien schon gefunden.
Familiär vorgeprägt
Er werde eine Betriebsleitung einstellen, aber auch selbst oft in Speyer präsent sein, kündigt der 38-jährige Geschäftsführer an. Seine Gattin Lamija werde ihn in allen Betriebsbelangen unterstützen. Das Ehepaar hat vor vier Monaten Nachwuchs bekommen: Ein Töchterlein ist die nächste Generation in der Gastronomenfamilie mit italienischen Wurzeln. Filippo Scarpello ist in Deutschland zur Welt gekommen und schon lange in der Branche tätig. In zweiter Generation betreibt er das Quadrato in Schwetzingen und will auch weiterhin für Kontinuität in diesem Lokal mit 20 Mitarbeitern stehen. Mit dem „DonEllo“ werde ein zweites Standbein etabliert, betont der Unternehmer.
In Speyer werde ab 17 Uhr, am Wochenende ganztags bewirtet. Auch „unter der Woche“ solle es Ganztagesgastronomie geben, ob schon gleich zur Eröffnung, sei aber noch offen, so Scarpello. „Wir verstehen uns nicht nur als klassisches Restaurant, sondern als Eventlocation“, betont er. Zum Beispiel Hochzeiten oder Firmenveranstaltungen seien willkommen. Auch im Bereich Catering werde Wachstumspotenzial gesehen. „Ein besonderes Objekt, das Qualität widerspiegelt“, sagt er über das Gebäude mit Blick auf den Yachthafen.
Bewusst neuer Name
Scarpello hat sich bewusst für einen neuen Namen des Lokals entschieden, denn ein kurzes Gastspiel wie die beiden Betreiber des Vorgängers „Rays“ solle es mit ihm nicht geben. Der 38-Jährige berichtet von einem langjährigen Mietvertrag und einem langen Atem. Er plane in Speyer die „Krönung meiner gastronomischen Laufbahn“. Nächste Woche laufe eine Werbekampagne an. Ein Aufruf für die Suche nach Mitarbeitern hängt schon im Eingangsbereich aus.
Der Betreiber plant in Sichtweite von Rhein und Dom ein Konzept, „das diesem Standort gerecht wird“. Es werde „keine Sterneküche, sondern ein Restaurant für jedermann, gute, mittlere Superior-Küche“. Zu Steak- und Fischgerichten kämen Pizza und Pasta. Auf der Getränkekarte werde die Weinkultur mit pfälzischen, deutschen, italienischen sowie französischen Tropfen eine große Rolle spielen. Nachtische kämen aus der eigenen Patisserie: „Alles hausgemacht.“