Speyer / Dudenhofen
Neue Geschäftsidee: Viel Spaß für Kinder bis fünf
„Spielkiste“ heißt das Geschäftsmodell der 31-jährigen Lilli Wendel aus Dudenhofen. Der Name hält, was er verspricht. Wobei keine Kiste im Mittelpunkt steht, sondern ein komplettes Spielzimmer. Untergebracht ist es im Stage Center in der Hasenpfühlerweide. Ein kleines Paradies für Jungs und Mädchen bis fünf Jahre ist dort entstanden. „Ich wollte einen Platz schaffen, der es Kindern ermöglicht, einmal aus ihrem eigenen Spielraum herauszukommen und sich in einem größeren Umfeld mit anderen zu beschäftigen“, erklärt Wendel im RHEINPFALZ-Gespräch.
Auch Eltern will die Unternehmerin parallel dazu eine schöne Zeit bereiten – durch neue Bekanntschaften und den Austausch untereinander. Entsprechend ist das Spielzimmer in dem eigentlich für Veranstaltungen gedachten Saal eingerichtet. Ein paar Tische stehen für die Erwachsenen bereit, dazu kommt viel Spielmaterial für die Kleinen. Alles ist in angenehmen Pastelltönen gestaltet. „Ich habe tatsächlich alles neu gekauft“, spricht sie über eine größere Investition.
Familiäre Verbindungen
Als Glücksfall bezeichnet sie den Standort. „Meinen Eltern gehört das Stage Center. Ich verwalte es und kann daher die Spielzeiten gut arrangieren“, berichtet Wendel. Das bedeutet: Sie gibt Termine vor, an denen das Spielzimmer zur Verfügung steht. Die Eltern können ihren Nachwuchs über ein Online-Buchungssystem anmelden. „Anfangs begrenze ich die Anzahl der Kinder pro Spielzeit auf acht“, erklärt sie den praktischen Ablauf. Sie möchte austesten, wie das läuft, und im positiven Fall über eine Erhöhung der Anzahl nachdenken.
Bei der Auswahl der Spielsachen habe sie sich der eigenen Erfahrungen bedient, so Wendel: „Ich habe darüber nachgedacht, womit meine Kinder besonders gerne spielen und darauf aufgebaut.“ Sie bediene sich dabei der Montessori-Pädagogik. Talente und Begabungen fördern, das soziale Miteinander stärken – das stehe dahinter. Ebenso wichtig: Alle Dinge sichtbar zu machen. „Deshalb habe ich alles in Kisten sortiert“, so Wendel. Auf 140 Quadratmetern dürfen sich die Kinder entfalten. Ein Bereich ist für ganz Kleine gedacht. Nebenan lädt ein Spielteppich ein, darauf mit Lego zu bauen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Kinderküche und Rückzugsraum sind vorhanden, Kaffee, Tee und Wasser ebenfalls.
Flexibel nutzbar
„Aktuell plane ich die Termine immer zwei Wochen im Voraus“, lässt die Inhaberin wissen. Sind Vorträge im Spielzimmer gebucht, muss sie die mobilen Teile in einen 15 Quadratmeter großen Lagerraum stellen – keine große Sache, wie die studierte Eventmanagerin betont. Für Besucher ab sechs Monaten fallen für zwei Stunden Spielen fünf Euro an, Erwachsene zahlen drei Euro. „Ich freue mich darauf, mit vielen anderen Eltern in Kontakt zu kommen“, blickt Wendel in die Zukunft. Freuen dürfte das auch ihre Söhne Hannes (1) und Niklas (3): Sie können in dem Zimmer etliche neue Spielkameraden kennenlernen. In einem Gästebuch des neuen Angebots dürfen sich alle verewigen.
Im Netz
www.spielkiste-speyer.de