Speyer Neue „Gefahrenzone“

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Dudenhofen

. Mitte April wurde die umgestaltete Kreuzung Landauer Straße/Hofgraben/Carl-Zimmermann-Straße für den Verkehr freigegeben. Ziel des Umbaus, der 180.000 Euro gekostet hat, war, das Drei-Straßen-Eck zu entschärfen, den Übergang sicherer zu machen. Doch viele Anwohner aus dem Wohngebiet Hofgraben sehen das Gegenteil erreicht. Das haben sie Ortsbürgermeister Peter Eberhard in einem Brief mitgeteilt, den etwa 50 Anwohner unterschrieben haben. Thomas Doser, der das Schreiben abgeschickt hat, berichtete gegenüber der RHEINPFALZ, dass die Initiatoren der Aktion nicht mal von Haus zu Haus gegangen seien, um die Unterschriften zu sammeln, sonst wären seiner Meinung nach noch mehr zusammengekommen. Die Kritik der Anlieger entzündet sich vor allem an der Fahrbahnverschwenkung der Landauer Straße, die dazu führt, dass die Fahrbahn Richtung Hofgraben zurückverlegt wurde. Die Haltelinie für Verkehrsteilnehmer, die aus dem Hofgraben rausfahren wollen, ist so weit hinten, dass sie keine gute Einsicht auf die Landauer Straße haben – besonders wenn sie nach links abbiegen oder geradeaus fahren wollen. Von der Markierung aus kann man „die meist mit gut 50 km/h schnellen Autos erst sehr spät erkennen“, heißt es in dem Brief der Anwohner. Denn das Eckhaus schränke das Sichtfeld sehr stark ein. Verschlimmert werde die Situation, wenn auch noch nach der Zufahrt zur Firma Back in der Landauer Straße bis kurz vor der Kreuzung geparkt werde. Die Konsequenz: Als Auto- oder Radfahrer sei man „gezwungen, die gestrichelte Linie, die den Fahrbahnverlauf der Landauer Straße begrenzen soll, deutlich zu überfahren, womit man sich unweigerlich auf die Fahrbahn der Landauer Straße und damit in die ,Gefahrenzone’ begibt“, schreiben die Anlieger. Sie bitten darum, die Stelle zu entschärfen, und machen dafür auch Vorschläge: So sollte die Verschwenkung der Fahrbahnmarkierung erst kurz vor der neuen Überquerungshilfe für Fußgänger beginnen. Dadurch wäre es möglich, etwas weiter aus dem Hofgraben rauszufahren. Die Anwohner regen zudem ein Parkverbot in der Landauer Straße ab der Zufahrt zur Firma Back sowie einen Verkehrsspiegel zum besseren Einblick an. Sie wünschen sich darüber hinaus eine generelle Rechts-vor-links-Vorfahrtsregelung, was die Fahrzeuge in der Landauer Straße dazu zwingen würde, das Tempo vor der Kreuzung zu reduzieren. Verbandsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) und Ortsbürgermeister Peter Eberhard versicherten auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass die Bedenken der Anwohner ernst genommen würden. Deshalb solle es einen Vor-Ort-Termin mit Polizei und Landesbetrieb Mobilität (LBM) geben. Ortsbürgermeister Eberhard berichtet, er sei selbst recht häufig an dieser Stelle unterwegs und habe schon „brenzlige Situationen“ erlebt: „Die Einsicht ist nicht mehr so wie früher.“ Besonders wenn man mittig in die Kreuzung einfahre, wie man es normalerweise macht, wenn man geradeaus fahren oder links abbiegen will. „Wenn man sich rechts hält, ist die Sicht deutlich besser“, sagt Eberhard. Er will deshalb prüfen lassen, ob man durch Markierungen auch Linksabbieger dazu bringen kann, am rechten Rand zur Kreuzung zu fahren. Zum Vorschlag Verkehrsspiegel sagt der Ortsbürgermeister, dass Polizei und LBM davon bei anderer Gelegenheit abgeraten hätten, weil sich – so die Argumentation – in einem Spiegel die Geschwindigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer schwerer einschätzen lasse. Der Ortsbürgermeister will es dennoch bei dem geplanten Vor-Ort-Termin ansprechen, zu dem auch die Anwohner eingeladen werden sollen. Dort wird es einiges zu besprechen geben. Eberhard sagt, dass ihn seit der Einweihung der neuen Kreuzung zahlreiche Beschwerden und Anregungen der Bürger erreicht hätten. Auch bei der „Redaktion vor Ort“ der RHEINPFALZ Mitte April hatte Roland Gödel vorgeschlagen, die Kante der neuen Verkehrsinsel abzurunden, weil diese sonst zum „Reifenkiller“ werde.

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