Speyer Neubauten genehmigt
«Germersheim.»Beim Immobilienprojekt „Karl’s Quartier“ der Pantera AG auf dem Areal der ehemaligen Stengelkaserne ist die Baugenehmigung für die Neubauten erteilt worden. Das teilte Pantera am Montag mit. Insgesamt 138 neue Wohnungen entstehen in zwei Bauteilen. Im Ostteil an der Klosterstraße wurden in zwei Gebäuden insgesamt 48 Wohnungen und 62 Tiefgaragenplätze genehmigt. Im Westteil des Areals an der Richthofenstraße/An der Stengelkaserne entstehen fünf Mehrfamilienhäuser mit 90 Wohnungen und insgesamt 117 Stellplätzen in zwei Tiefgaragen. Der Baubeginn dort ist für Anfang 2019 geplant. „Mitte 2020 werden die ersten Bewohner in die Neubauten einziehen“, kündigt Stefan Ofcarek, Geschäftsführer der Pantera-Projektgesellschaft PGS GmbH an: „Ein gutes halbes Jahr nach den Nutzern der 87 Wohnungen in der denkmalgeschützten Kaserne.“ Beides zusammen bildet auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal im Zentrum Germersheims das „Karl’s Quartier“. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 50 Millionen Euro. Die angebotenen Wohnungen umfassen ein bis vier Zimmer und bieten bei einer Größe von bis zu 123 Quadratmetern viele wechselnde Grundrisse. „Somit ist sicher etwas Passendes für die unterschiedlichsten Nutzergruppen dabei“, sagt Ofcarek. Die Wohnsituation in Germersheim sei extrem angespannt, so dass bereits jetzt die Nachfrage das neue Angebot bei weitem übersteige. Als Start für die Vermietungsaktivitäten ist der Sommer 2019 geplant. Neben Eigennutzern haben auch Kapitalanleger die denkmalgeschützten Wohnungen erworben. Im April vergangenen Jahres wurde der Neubauteil an die europaweit agierenden Ten Brinke Group verkauft. Das Nebeneinander von historischer Bausubstanz und moderner Bauten biete besonderen Wohn-Flair. Nicht nur wegen solcher Vorteile sei die Nachfrage nach Wohnungen von Beginn an riesig gewesen. „Die Menschen haben großes Interesse, historische Bauten sowohl zu erhalten als auch selbst dort zu leben“, so Michael Ries, Vorstand der Pantera AG. Die Baugenehmigungen im „Karl’s Quartier“ berücksichtigen auch die während der Projektentwicklung gemachten historischen Funde zum Queichverlauf durch die ehemalige Festung. Sowohl der Plan für die Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudes als auch für den Neubau wurden geändert. Weil Fledermäuse möglicherweise Ruheplätze in den Festungsgebäuden haben, entstand beispielsweise im Altbau ein Konzept aus Ruhe- und Überflugzonen. Die Zahl der denkmalgeschützten Wohnungen innerhalb der Festung wurde um fünf auf 87 reduziert. Die Neubauten werden aufgrund der Funde von Festungsresten nun statt mit der Längs- mit der Stirnseite zur Straße „An der Stengelkaserne“ angeordnet.