Speyer Nachgefragt: Was sagt der Vorsitzende des Ortskartells?

Placeholder-Image
Berghausens

Ortskartellvorsitzender Helmut Kühner sagt zu dem Brief des Verwaltungsrats der Pfarrgemeinde, den er bislang nicht kannte: „Ich bin etwas überrascht. Mit mir hat niemand gesprochen.“ Den Inhalt des Briefes und die angeführten Argumente könne er nachvollziehen. „Aber trotzdem wäre es gut gewesen, mit dem Ortskartell zu reden, bevor man so eine Umfrage macht“, findet Kühner. Die Lichter gehören dem Ortskartell, dessen Mitglieder sie seit acht, zehn Jahren jedes Jahr an der Kirche aufhängen. Das mache Arbeit und koste Mühe, die sich auch lohnen müsse. Und für eine Beleuchtung, die nur zwischen Weihnachten und Dreikönig strahle, lohne sich der Aufwand einfach nicht, so Kühner. Im Prinzip gefällt Kühner die Anrede „Liebe Mitchristen“ gut – allerdings frage er sich: „Wer sind die Mitchristen?“ Denn die Protestanten dürften nicht mitstimmen. Und diejenigen, die das Kirchenblatt nicht haben, wüssten nichts von der Umfrage, sagt Kühner, der auch betont, dass es sich um einen „Römerberger“, nicht um einen „Berghäuser Weihnachtsmarkt“ handle. Es sei zwar die Kirche der Katholiken von Berghausen, aber trotzdem sei es auch ein Gebäude, das in der Öffentlichkeit stehe, ergänzt der Ortskartellchef. Zu den Kosten für die Beleuchtung mit den LEDs sagt Kühner: „Es ist weniger als ein Euro am Tag.“ Kühner abschließend: „Der Brief ist gut gemacht. Aber es wäre gut gewesen, wenn man das zusammen gemacht hätte.“ (snr)

x